Düren-Birkesdorf - Herbstkonzert des Blasorchesters Birkesdorf ein voller Erfolg

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Herbstkonzert des Blasorchesters Birkesdorf ein voller Erfolg

Von: Bruno Elberfeld
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Dirigent Martin Schädlich konnte sich zusammen mit dem Publikum über die gelungene Leistung des Orchesters freuen. Foto: Bruno Elberfeld

Düren-Birkesdorf. „Es ist eine dunkle Zeit. Wir erleben täglich seltsame Sachen. Schauen wir nach draußen, schau‘n wir nach Berlin!“, forderte Moderator Dr. Peter Schroth die Gäste in der Birkesdorfer Festhalle auf, „dann tun sich da seltsame Dinge.“

Schroth holte in seinen humorvollen, manchmal kabarettistischen Zwischentönen die Außenwelt nach innen. Um dann sagen zu können, dass alles gar nicht so schlimm sei, weil es das Birkesdorfer Blasorchester mit all seinen Facetten gebe, um die düsteren Gedanken und Gefühle eine Zeit lang zu vergessen. Da ist es doch egal, was die Parteien bei ihren Koalitionsverhandlungen in Berlin anstellen, oder?! Musik war Trumpf!

Buntes Programm

Peter Schroth hatte dann zu Beginn auch nicht zu viel versprochen. Martin Schädlich, seine Männer und Frauen spielten ein abwechslungsreiches Programm, für jeden und jede etwas. Geschickt, gleichsam als Lockerungsübung, stiegen die Musiker mit „A Little Opening“ von Thiemo Kraas ein. Bei der Filmmusik zu „Jenseits von Afrika“ von John Barry – arrangiert von Johan de Meij – wurde besonders die Erinnerung der Älteren im Saal wach. Melancholie pur zu Beginn, beseelte Hoffnung, dann die Niederlagen, die Gefahren des schwarzen Kontinents, dies alles war deutlich aus dieser Musik herauszuhören.

Eine spannende Inszenierung hielten Orchester und der Moderator im dritten Werk bereit. „Ich schlage ein Buch auf“, machte Schroth die Besucher neugierig. Von einem normalen Buch war nicht die Rede.

Das Buch waren die Geschichten aus „The Wind in the Willows“ von Johan de Meij. Die Instrumente erzählten von einem geheimnisvollen Fluss, ließen „Ratty and Mole“ auf der Bühne agieren, hörten das Fiepen der Ratte, das Quaken von Kröte „Mister Toad“, erlebten, wie Ulysses seine Behausung durch laute Musik von eingedrungenem Getier befreit.

Tänzerischer Marsch

Es folgten weiterhin eindringliche, meist bekannte Weisen. Der Militärmarsch Nr. 1 von Franz Schubert, unmilitärisch tänzerisch. „Ein Freund, ein guter Freund“ von Heymann. „Recorded by Whitney“, eine Hommage an Whitney Houston, die allzu früh verstorbene Sängerin. „Selections from Les Miserables“, Ausschnitte aus dem gleichnamigen Musical, „Eighties Flashback“ und „Os Passaros do Brasil“ waren für die Menschen im Saal Begeisterung und Freude pur.

Dass das Blasorchester Birkesdorf eine gute Nachwuchsarbeit leistet, hatten die Mädchen und Jungen, ab Grundschulalter, am Beginn des Abends dokumentiert. Unter der Leitung von Biljana Weidlich präsentierten sie den „Yankee Doodle“, „Sur le Pont d‘Avignon“, „Skyfall“ und „Sway“, technisch recht anspruchsvolle Stücke, die die Gäste mit dem Wunsch nach Zugaben belohnten.

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