Herausragendes Engagement gewürdigt

Von: avl
Letzte Aktualisierung:
7376379.jpg
Franz-Josef Brandenburg (Zweiter von recchts) wurde von Kreisdirektor Georg Beyß, Wilfried Schnittges und Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer (von links) in den Kreis der Rheinlandtaler-Träger aufgenommen. Foto: van Londen

Nideggen. Was haben Loki Schmidt, Götz George, Hans Dieter Hüsch, die Black Fööss oder Franz-Josef Brandenburg gemeinsam? Sie alle stehen für ein herausragendes kulturelles Engagement im Rheinland, das der Landschaftsverband Rheinland (LVR) seit 1976 mit dem Rheinlandtaler auszeichnet.

Und wie man jetzt an der Auszeichnung von Franz-Josef Brandenburg sieht, geht der Preis nicht nur an Prominente. „Landschaftliche Kulturpflege ist nicht denkbar ohne die aktive Mitarbeit ehrenamtlich tätiger Mitbürger und Mitbürgerinnen“, so der LVR über die Bedeutung der Auszeichnung.

Unermüdlicher Einsatz

Zur feierlichen Verleihung des Talers versammelten sich in der Nideggener Begegnungsstätte überregionale und lokale Prominente sowie Familienangehörige, Freunde und Weggefährten des Preisträgers.

„Schon bei meinem Antrittsbesuch in der Herzogenstadt vor vier Jahren war es Franz-Josef Brandenburg, der mich durch die Stadt führte und in viele interessante, ja spannende geschichtliche Hintergründe einweihte. Seither durfte ich bei vielen weiteren Begebenheiten seine Leidenschaft für das, was er tut und auch sein soziales Engagement, kennen lernen. Ich freue mich über die Auszeichnung, die er sicher wie kaum ein anderer verdient hat“ bedankte sich Bürgermeisterin Margit Göckemeyer, bei dem unermüdlichen Aktivposten. „Sein Engagement ist so umfänglich, so bunt und vielfältig, dass es beinahe unmöglich ist, alles zu nennen“, fand Winfried Schnittges (MdL), stellvertretender Vorsitzender des LVR, Worte der Anerkennung.

„Ob als Sitzungspräsident der Abteilung Karneval der Dorfgemeinschaft Abenden, in der Dorfpflegegruppe ,Rüstige Rentner‘, als exponierter Teilnehmer der Abendener Erntedankzüge, langjähriger Vorsitzender des Eifelverein Abenden, Kulturwart der Bezirksgruppe Düren-Jülich oder auch Historiker, der immer wieder interessante, geschichtliche Zusammenhänge Nideggens aufarbeitet und der Bevölkerung zugänglich macht oder sein Einsatz als Schriftführer des Heimat- und Geschichtsvereins Nideggen, Begründer der Interessengemeinschaft europäische Partnerschaft – Franz-Josef Brandenburg, ist ein Mann der Tat, dessen Leidenschaft für seine Heimat und die Menschen ein großer Gewinn für die Stadt ist.“

Schon als Lehrer und ehemaliger Rektor verfasste er zahlreiche Texte und Publikationen zur Historie Nideggens und ihrer Stadtteile. 1983 brachte er die Schrift „Nideggen – so wie es war“ heraus.

Erlös für soziale Projekt

Ein Jahr später erschien „Nideggen in schwerer Zeit – Evakuierung und Neubeginn“, eine Publikation, die sogar im Bundeswettbewerb „Geschichte“ der Körber-Stiftung ausgezeichnet wurde. Der Verkaufserlös floss wie bei vielen anderen Publikationen und Aktionen in soziale Projekte.

Zwei weitere Themen liegen Franz-Josef Brandenburg sehr am Herzen: „Nideggen unter dem Hakenkreuz“ und die jüdische Geschichte. Seit 1970 geht der Preisträger einer anderen Leidenschaft nach: Krippen. An seiner riesigen Sammlung aus unterschiedlichsten Ländern und Materialien möchte er die Menschen teilhaben lassen. So fiel in seiner Garage der Startschuss zum Krippenweg, den inzwischen viele Menschen kennen und in der Adventzeit gegangen sind.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert