Heinrich Winter ist Ortsvorsteher von Obermaubach

Von: Andreas Bongartz
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Alle für ein Dorf: Karin Jakobs, Josef Gilles, Dirk Schuster, Anja Lautenschläger, Thorsten Boos, Heinrich Winter, Johannes Weyrauch, Gerold Schmeide, Wolfgang Boos und Ludwig Schnitzler (von links) sind der neue Ortsvorstand von Obermaubach. Foto: Andreas Bongartz

Obermaubach. Heinrich Winter ist einer, der die Dinge anpackt. Einer, der die Ärmel hochkrempelt und sich nicht scheut, die Hände schmutzig zu machen. Da verwundert es nicht, dass die Obermaubacher CDU ihn vor der Kommunalwahl im vergangenen Jahr gebeten hat, sich als Ortsvorsteher zur Verfügung zu stellen.

„Wer mich wählt, der wählt Arbeit”, hat Winter damals gesagt. Arbeit und Engagement von allen. Insbesondere aber von Josef Gilles, Karin Jakobs, Anja Lautenschläger, Gerold Schmeide, Ludwig Schnitzler, Dirk Schuster, Johannes Weyrauch sowie Thorsten und Wolfgang Boos. Sie sind Teil des neu gegründeten Obermaubacher Ortsvorstands. In dem kleinen Voreifelort gibt es nun nicht nur einen, sondern gleich zehn Ortsvorsteher.

Es war eine der Bedingungen von Heinrich Winter, die Arbeit des Ortsvorstehers nur mit einem Team zu übernehmen. „Auf den Ortsvorsteher kommen immer mehr Dinge zu, die einer alleine gar nicht mehr schaffen kann”, sagt Winter und spielt damit auf die Haushaltslage der Gemeinde Kreuzau an. Aufgaben, die früher an die Kommune delegiert werden konnten, würden immer öfter den Dorfgemeinschaften überlassen.

Das Lehrschwimmbecken in Obermaubach ist ein Beispiel hierfür. Das kleine Schwimmbad konnte die Gemeinde Kreuzau nicht mehr finanzieren, seitdem sichern die Obermaubacher selbst den Betrieb des Schwimmbeckens. „Die Gemeinde kann immer weniger machen, wir versuchen das aufzufangen”, sagt Ludwig Schnitzler. In Obermaubach geht man bewusst neue Wege. Es ist ein Versuch, um die Anforderungen der Zukunft besser bewältigen zu können. Denn - und da sind sich die Mitglieder des Ortsvorstands einig - der Ortsvorsteher als Einzelperson ist ein überholtes Modell. Heinrich Winter: „Der Einzelne hat auch gar nicht die fachliche Kompetenz, um alle Anforderungen zu bewältigen.” Deshalb hat man sich mit dem Ortsvorstand breit aufgestellt, jedes Mitglied ist für einen bestimmten Themenbereich zuständig von Bau und Tourismus über Kinder und Soziales, Schulwesen und Senioren bis hin zum Vereinswesen. „So können wir den Ort besser vertreten und unterstützen”, meint Anja Lautenschläger. Zudem habe man als Ortsvorstand auch einen direkteren und schnelleren Zugang zur Bevölkerung.

Die Herausforderungen für den Ortsvorstand sind groß: „Die Infrastruktur in Obermaubach bricht weg”, berichtet Heinrich Winter. Im Rahmen einer Dorfkonferenz soll diesen Problemen begegnet werden.

Hier werden Arbeitskreise gebildet, die Ziele definieren und Arbeitsaufträge für den Ortsvorstand formulieren, etwa die Einrichtung eines Bürgerbüros. „Wichtig ist, dass wir den Leuten nicht irgend etwas vorsetzen, sondern, dass sie selber Ideen entwickeln und in die Umsetzung mit einbezogen werden.” Heinrich Winter bringt es auf den Punkt: „Wir wollen einfach mehr Demokratie wagen. Wenn wir schon in Berlin und Düsseldorf nichts verändern können, dann doch wohl hier.”
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