Düren - Heino Ferch dreht in LVR-Klinik

Heino Ferch dreht in LVR-Klinik

Von: Sandra Kinkel
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Das Haus 5 der LVR-Klinik in Düren dient als Kulisse für einen Kinofilm. Der berühmte Schauspieler Heino Ferch (links) hat hier den Film „Fritz Lang – der andere in uns“ gedreht. Der Streifen soll 2016 ins Kino kommen. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Die Dürener sind sehr nette Leute. Wir sind freundlich empfangen worden. Ich habe interessante Menschen getroffen.“ Seit acht Tagen ist der bekannte Schauspieler Heino Ferch in Düren. Gemeinsam mit seinen Kollegen Samuel Finzi und Thomas Thieme sowie Regisseur Gordian Maugg dreht der 51-Jährige einen Film auf dem Gelände der LVR-Klinik in der Meckerstraße.

Insgesamt gehören um die 50 Menschen zum Filmteam. „Fritz Lang – der andere in uns“ heißt der Streifen, der die Geschichte von Star-Regisseur Fritz Lang (gespielt von Heino Ferch) erzählt, der 1929 in Düsseldorf nach neuem Stoff für seinen ersten Tonfilm sucht. Lang beobachtet die polizeilichen Ermittlungen nach einem brutalen Serienmord. Als sich der Täter, Peter Kürten (gespielt von Samuel Finzi), als unauffälliger Nachbar erweist, stellt Lang sich die Frage: Ist jeder Mensch zu allem fähig? Heino Ferch: „Meine persönliche Meinung ist, dass in jedem von uns das Böse schlummert. Aber nicht alle lassen es raus.“ Der Film spielt Ende der 20er Jahre und genau deswegen, eignet sich das Gelände der LVR-Klinik auch so gut als Drehort. Thomas Hax-Schoppenhorst, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Krankenhauses: „Gesucht war ein Gefängnis im Ambiente der 20er Jahre. Und da passt Haus 5 einfach.“ Darüber hinaus wird aber auch noch ein zwei Waldbereichen des psychiatrischen Krankenhauses gedreht, unter anderem war Düren auch Kulisse für die Mordszenen.

Die LVR-Klinik ist immer wieder Schauplatz von Dreharbeiten. „Wir haben mittlerweile einen guten Ruf in der Filmszene“, so Hax-Schoppenhorst. „Wir haben regelmäßig so genannte Location-Scouts bei uns zu Gast.“ Die Filmteams zahlen der Klinik eine Set-Miete. „Das ist manchmal lukrativ, manchmal ist das Filmbudget aber nur klein, so dass auch die Miete klein ist“, so Hax-Schoppenhorst. „Die Dreharbeiten bedeuten für uns auch viel Arbeit. Aber wir machen es gerne. Es ist gut für unsere Öffentlichkeitsarbeit.“ Jeden Morgen sorgt Thomas Hax-Schoppenhorst unter anderem dafür, dass die Filmleute genügend Parkplätze haben. Auch die Patienten müssen natürlich gründlich informiert werden, damit niemand aus Versehen in die Dreharbeiten platzt.

Für „Fritz Lang – der andere in uns“ sind insgesamt nur 22 Drehtage angesetzt, der Schwerpunkt der Filmaufnahmen, nämlich acht Tage, findet in Düren statt. Das Budget für den Film ist vergleichsweise klein, im Oktober muss die Rohfassung stehen, weil der Dokumentarspielfilm für die Berlinale eingereicht werden soll. Produzentin Nicole Ringhut: „Die Dreharbeiten sind wirklich harte Arbeit. Wir fangen morgens schon um 7 Uhr an. Umso toller ist es, wie komfortabel wir hier in Düren aufgenommen und betreut werden.“ Die Bedingungen auf dem Klinikgelände seien ideal gewesen. „Wir waren für uns allein. Das war fast schon Studioatmosphäre.

Die meisten Schauspieler übernachten nicht in Düren. Heino Ferch hatte sein Quartier in Düsseldorf, weil hier als nächstes gedreht wird. Einer, der den Drehort nie verlässt, ist dagegen der Kameramann. „Seine Kamera“, erklärt Hax-Schoppenhorst, „ist zum einen enorm wertvoll und zum anderen natürlich nicht in kurzer Zeit zu ersetzen. Der Kameramann ist mit einem Campingwagen hier und schläft direkt am Set.“ „Fritz Lang - Der Andere in uns“ kommt Anfang 2016 im 40. Todesjahr des Filmemachers in die Kinos.

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