Heimbacher Rat diskutiert über Burg und Kletterwald

Von: Margret Vallot
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Wird die Burg wieder in den Be
Wird die Burg wieder in den Besitz der Stadt Heimbach übergehen? Noch ist nichts entschieden.

Heimbach. Die Stadt Heimbach soll einen Waldseilgarten und eine Luftseilbahn bekommen. Der Rat der Stadt hat bei seiner jüngsten Sitzung grünes Licht gegeben.

Außerdem wurde darüber diskutiert, wie weit die Belange der Stadt öffentlich gemacht werden sollen oder vor der Öffentlichkeit verschwiegen werden müssen.

Über den eventuellen Rückkauf der Burg Hengebach, das betonte Bürgermeister Bert Züll sehr zu Recht, habe er die Fraktionsvorsitzenden aller im Rat vertretenen Parteien und den fraktionslosen Ratsherrn Krischer frühzeitig und umfassend informiert. Er habe sie zur Verschwiegenheit verpflichtet und daran hätten sich die Herren auch gehalten.

Grundsätzlich öffentlich

Übrig blieben Ratsvertreter, die nicht Bescheid wussten oder sich genötigt sahen, auf Anfrage von Bürgerinnen und Bürgern so zu tun, als wüssten sie von nichts. Das habe, so war zu hören, zu peinlichen Situationen geführt, weil nämlich wenige Tage später der ganze Vorgang in drei Tageszeitungen nachzulesen war. „Ihr vera... uns doch”, würden die Bürger bei sowas sagen.

Die Informationspolitik hat insbesondere den Mitgliedern der SPD-Fraktion nicht gefallen. Das war ihren Wortbeiträgen zu entnehmen. Dr. Harro Höger meinte, es werde zu oft Verschwiegenheit verabredet und man müsse einmal zusammen darüber nachdenken, wie transparent die Politik in Heimbach eigentlich sein soll.

„Politik ist grundsätzlich öffentlich, nur in besonderen Ausnahmefällen ist sie es nicht”, so Höger. Und weiter: Er sei als Ratsvertreter nicht dem Bürgermeister verpflichtet, sondern den Bürgern ,die ihn gewählt hätten.

Züll warb in der Diskussion um Verständnis. Die Rekommunalisierung sei eine schwierige Angelegenheit wie sie es nur einmal in einer Legislaturperiode gebe und „wo wir nicht allein sind, sondern andere mitzureden haben”.

Zuvor war es im Rat schon um die Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Änderung eines Bebauungsplans gegangen. Diese Änderungen, einstimmig beschlossen, wurden notwenig, weil ein Investor einen Klettergarten mit einer 200 Meter langen Seilbahn einrichten will. Diese Pläne existieren schon lange, wurden tüchtig abgespeckt und dem Betreiber des Feriendorfs vorgestellt. Der ist, so Züll, begeistert.

In der Nähe des Feriendorfs

Der Klettergarten - auch Waldseilgarten und Kletterwald genannt - ist deutlich kleiner als der von Hürtgenwald. Er wird sich auf einem Areal zwischen Jugendstilkraftwerk, Staubecken und Feriendorf befinden und ist auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet. In anderthalb Stunden „ist man da durch”, so war zu erfahren.

Die Beteiligung der Bürger ist erforderlich, wenn der Park eingerichtet werden soll. Sie erfolgt durch Auslegung des Entwurfs im Rathaus. Auch betroffene Behörden erhalten Gelegenheit zur Stellungnahme innerhalb des vorgeschriebenen Offenlegungsverfahrens. Voruntersuchungen zu Umwelt- und Artenschutz haben schon stattgefunden, so Züll.
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