Heimbach ist am Tiefpunkt angelangt

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Heimbach. Das Jahr 2010 stelle für Heimbach „einen historischen Tiefpunkt” dar, meinte Bürgermeister Bert Züll jetzt im Rat der Stadt, als er den Doppelhaushalt 2010/11 vorstellte.

Im Ergebnis muss die Stadt 2010 mit einem Defizit von 2,6 Millionen klarkommen, denn 9,7 Millionen Euro müssen ausgegeben werden und nur 7,1 Millionen werden eingenommen. Somit können 2010 rund 26 Prozent der Aufwendungen nicht aus Erträgen gedeckt werden. 2009 waren es lediglich 15 Prozent ungedeckte Aufwendungen.

2011 sieht es gegenüber 2010 nicht besser aus: Die Ausgaben verschlingen 9,3 Millionen, mit Einnahmen von 6,8 Millionen wird gerechnet. Ergibt ein Defizit von 2,5 Millionen Euro. Die Gemeinde kommt aus der Überschuldung nicht raus.

Auf der Einnahmenseite haben sich kleine Verbesserungen ergeben. Züll nannte die Anhebung der Grundsteuer A und B, was 20000 Euro brachte. Die Gewerbesteuer nahm 2010 eine positive Entwicklung: 100.000 Euro mehr als geplant.

Gleichzeitig sinken aber die Schlüsselzuweisungen des Landes: 2010 um 190.000 und 2011 um 100.000 Euro. „Allein die Verschlechterung der Einkommensteueranteile und der Schlüsselzuweisungen belaufen sich 2010 auf 430.000 und 2011 nochmals auf weitere 110.000 Euro.”

Auf der Ausgaben-Seite haut die Kreisumlage mächtig rein: 2,5 Millionen muss Heimbach 2010 an die Kreisverwaltung überweisen, vermutlich wird es sogar noch mehr. Insgesamt steigen die Kreisumlagen innerhalb von zwei Jahren um 670.000 Euro. Doch auch der Kreis habe, so Züll, die Finanzmisere nicht verschuldet. Allein rund 50 Millionen Euro müssen 2010 vom Kreis Düren an den Landschaftsverband Rheinland fließen.

Alles auf Pump

2,43 Millionen gibt Heimbach 2010 für die Unterhaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden, für die Abfallbeseitigung, Straßenentwässerung, Schülerbeförderungskosten, Haltung von Fahrzeugen, Straßenbeleuchtung und Kosten der Unterkunft für Hartz IV Empfänger aus.

Das Personal der Verwaltung schlägt 2010 mit 1,69 Millionen zu Buche, wobei die Heimbacher Verwaltung von Fachleuten untersucht und als „vergleichsweise schlank” bezeichnet wurde.

Aus neuen Kassenkrediten (vergleichbar mit dem Dispo bei Privatpersonen) werden 2010 folgende Maßnahmen durchgeführt: Restarbeiten am Bauhofgebäude, energetische Gebäudesanierung am Kindergarten Hasenfeld und an der Turnhalle Eichelberg, restliche Mauerwerksanierung Burg und Instandsetzung der Rurstraße in Blens.

Es ergibt sich für 2010 ein Höchstbetrag der Kredite. Die Gesamtverschuldung des städtischen Kernhaushalts beträgt Ende 2010 genau 13,47 und 2011 etwa 16,4 Millionen Euro.
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