Düren - Haushaltssanierung dank doppelt so teurer Knöllchen?

Haushaltssanierung dank doppelt so teurer Knöllchen?

Von: oha
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Düren. Die Parkgebühren in Düren blieben zuletzt konstant, aber die dafür erlaubte Parkzeit wurde gekürzt. Unter dem Strich wurde das Parken in der Stadt damit doch teurer. Manch ein Autofahrer lässt es dann einfach auf ein Knöllchen wegen überschrittener Parkzeit ankommen. Ist ja immer noch billiger, als Euro um Euro in die Parkuhr zu werfen. Doch damit soll demnächst Schluss sein. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat angekündigt, die Verwarnungsgelder kräftig anzuheben.

Wer die Höchstparkdauer um 30 Minuten überschreitet, muss dann zehn statt heute fünf Euro Strafe bezahlen. Also glatt das Doppelte! Bei Überschreitung bis zu einer Stunde sollen 15 Euro kassiert werden, bei zwei Stunden Überschreitung werden es stolze 20 Euro sein.

Wie die Pressestelle der Stadt Düren am Montag bestätigte, ist die Höhe der Verwarnungsgelder für die Überschreitung der Parkdauer bundeseinheitlich festgelegt. Das heißt: Das Knöllchen für Parken ohne gültigen Parkschein kostet einheitlich fünf Euro - ganz gleich ob in München oder in Düren. Mehreinnahmen kann eine Kommune derzeit nur erzielen, indem sie eben mehr „Knöllchen“ verteilt. Doch dazu müssen genügend Politessen eingestellt werden, die selbst auch wieder Geld kosten. Was sich nicht immer rechnet.

„In Düren steht die Verkehrssicherheit ohnehin im Vordergrund, nicht die Einnahmen durch Verwarnungsgelder“, versicherte Sprecherin Margret Hanuschkin gestern auf Anfrage der „DN“. Aber die Einnahmen können sich auch so sehen lassen: Aus den Knöllchen aus „ruhendem und fließendem Verkehr“ hat die Stadt Düren bis Ende Oktober bereits 1,2 Millionen Euro eingenommen. Wenn die Pläne Ramsauers ab April Wirklichkeit werden, dürfte es mehr werden.

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