Haushalte und Firmen bald blitzschnell im Internet

Von: Margret Vallot
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Hürtgenwald. „Die Telekom hat sich nach zähem Ringen breitschlagen lassen”, freute sich Bürgermeister Axel Buch in Kleinhau. Mit Buch können sich eigentlich alle Hürtgenwalder freuen, denn die Gemeinde, der Kreis Düren und die Telekom schaffen im neuen Jahr für viel Geld die optimalen Voraussetzungen für das schnelle Internet.

Am Dienstag wurden im Rathaus die Verträge unterzeichnet. Damit steht fest, dass die Telekom 2010 in Hürtgenwald etwa 1.700.000 Euro investieren wird, der Kreis Düren und die Gemeinde zusammen 170.000 Euro. Letztere Summe steht wegen des Konjunkturpakets II zur Verfügung. Profitieren werden 2500 Haushalte und Gewerbebetriebe, die demnächst deutlich schneller über die Datenautobahn fahren können als bisher.

Via Internet sind demnächst Selbstständige und große Firmen endlich in der Lage, sich Pläne, Tabellen, Fotos und überhaupt jede Art von Dokumenten, Unterlagen und Daten ihrer Kunden schicken zu lassen und zu verschicken, und zwar in einer Zeit, die flottes Arbeiten möglich macht. Die Menschen in Bergstein, Brandenberg, Gey, Großhau, Kleinhau, Raffelsbrand, Straß, Vossenack und Zerkall können sich im Internet umfassend informieren, so wie das in Dürens Innenstadt schon möglich ist und zum täglichen Leben dazugehört.

38 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt die Telekom, sie stellt in den Ortsteilen 21 Schaltgehäuse auf, randvoll mit Systemtechnik, die bei fortschreitender Entwicklung „zukunftsfähig” ist, wie Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Vertragsunterzeichnung betonte. Die Geschwindigkeit der Datenübertragung wird bis zu 16 Megabit pro Sekunde erreichen. Die Inbetriebnahme soll bis Ende 2010 erfolgen. In Gey und Straß ist man allerdings teilweise jetzt schon mit Hochgeschwindigkeit im Netz unterwegs.

In Hürtgenwald sei „gute Vorarbeit geleistet worden”, meinte Dipl.-Ing. Gregor Theißen von der Telekom, der kommunaler Ansprechpartner für den DSL-Ausbau ist. Die Gemeinde habe schon Leerrohre verlegt und werde auf 10890 Metern weitere Rohre verlegen, die später die Kabel aufnehmen. Kreis und Gemeinde finanzieren auch die nötigen Tiefbauarbeiten.

Die Leerrohre werden „allen Wettbewerbern gleichermaßen zur Verfügung stehen”, betonte Spelthahn den unternehmensneutralen Einsatz öffentlicher Gelder. Gleichwohl dürfte sich so schnell kein weiterer Internet-Anbieter finden, der teure Glasfaserkabel über derart weite Strecken verlegen kann.
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