Langerwehe - Haushalt Langerwehe: Gelingt 2022 der Etatausgleich?

Haushalt Langerwehe: Gelingt 2022 der Etatausgleich?

Von: Sandra Kinkel
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Langerwehe. „Wir müssen eisern sparen”, Dr. Jürgen Breitenstein von der SPD bringt es auf den Punkt: Die finanzielle Lage der Töpfergemeinde ist alles andere als rosig.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Langerweher Rat den Haushalt für 2012 verbschiedet. Im laufenden Haushaltsjahr hat Langerwehe euin Defizit von 3,983 Millionen Euro. Den Einnahmen der Gemeinde in Höhe von 22,82 Millionen Euro stehen nämlichn Ausgaben in Höhe von 26,266 Millionen gegenüber. Trotzdem ist, so Bürgermeister Heinrich Göbbels, „Grund zu vorsichtiger Hoffnung” gegeben. Göbbels: „Unser Defizit hat sich um knapp 800 000 Euro verringert. Wenn das so weitergeht, können wir den Gemeindehaushalt bis 2022 ausgleichen.”

Aber nur, wenn einige wesentliche Bedingungen erfüllt werden: Das geplante Gewerbegebiet „Am Steinchen” muss - auch mit Blick auf die Gewerbesteuereinnahmen möglichst bald realisiert werden, die Schlüsselzuweisungen vom Land dürfen sich nicht weiter verringern, und die derzeit sehr niedrigen Zinsen für die Kredite der Gemeinde dürfen sich nicht erhöhen.

Heinrich Göbbels: „Wir müssen auch hoffen, dass sich die Kreis- und die Jugendamtsumlage nicht weiter erhöhen.” Derzeit zahl Langerwehe 6,038 Millionen Euro Kreisumlage und 2,586 Millionen Euro Jugendamtszulage. Die Prognose für die Gewerbesteuereinahmen liegt bei 2,68 Millionen Euro. „Hier”, so Göbbels, „erwarten wir ein weiteres Plus.”

Für CDU-Franktionschef Dieter Reinartz steht fest, dass die Verantwortlichen von Langerwehe nach noch mehr Einsparmöglichkeiten suchen müssen. „Unsere Gewerbesteuer ist mit 413 Prozenpunkten im kreisweiten Vergleich im unteren Drittel angesiedelt. Und wir haben sie seit Jahren nicht erhöht. Ob das auch in Zukunft so weitergehen kann, wage ich zu bezweifeln.” Hans-Joachim Riediger forderte den Bürgermeister und die Kämmerei auf, „auch weiterhin nach neuen Einsparmöglichkeiten” zu suchen. „Damit”, so Riediger, „sind ausdrücklich nicht, die freiwilligen Leistungen für Vereine gemeint.”

Mit der Enthaltung von Jörg Benter von Bündnis 90/Die Grünen wurde der Haushalt vom Gemeinderat verabschiedet. Benter hatte sich beschwert, dass von ihm zum Haushalt gestellte Fragen erst kurz vor dem Sizungsbeginn beantwortet worden waren und nicht mit einer längeren Vorlaufzeit. Sein Fraktionskollege Jens Ferner nannte den Langerweher Haushaltsentwurf „alternativlos”.
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