Hauptschule Nörvenich so lange wie möglich erhalten

Von: oha
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Nörvenich. Der Schulausschuss der Gemeinde Nörvenich hat die Schließung der Hauptschule im Ort einstimmig beschlossen.

Allerdings soll der Unterrichtsbetrieb so lange weiter geführt werden, wie genügend Schüler und Lehrer aufgeboten werden können - möglichst bis zum Jahr 2014. Ferner sollen die Eltern der Hauptschulkinder befragt werden, wie lange sie ihren Nachwuchs an der Schule belassen und wo sie ihn nach Schließung der Schule anmelden werden.

Wie mehrfach berichtet, gibt es in Nörvenich zu wenige Kinder, die die Hauptschule besuchen. Sie muss deshalb geschlossen werden. „Den Eindruck zu vermitteln, die Schule könnte weiter geführt werden, ist Augenwischerei”, betonte Bürgermeister Hans-Jürgen Schüller vor zahlreichen Eltern auf den Zuhörerstühlen. Und er legte Zahlen vor: Laut Elternbefragung wollen von 90 Grundschulabgängern 40 aufs Gymnasium und 30 auf die Realschule. Blieben 20 für die Hauptschule, doch nur ein Elternpaar hat sein Kind kommendes Jahr auch in Nörvenich angemeldet.

Im vorigen Schuljahr waren 14 neue Schüler angemeldet worden. Nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung hatte man damit noch eine Eingangsklasse bilden können; in diesem Jahr konnte gar keine Eingangsklasse mehr gebildet werden. Alle Pläne, die Nörvenicher Schule mit Hauptschulen aus Kreuzau, Vettweiß, Kerpen oder Erftstadt zusammenzulegen, sind bislang gescheitert. Mangels Realschule im Ort ist auch eine Verbundschule nicht möglich.

Der Ausschuss beklagte die mangelnde Unterstützung seitens der Bezirksregierung. Bei fast allen Anfragen zu Gesprächen sei man mit Ausreden vertröstet worden. „Die Aufsichtsbehörden gehen fahrlässig mit dem Problem um. Das ist eine bodenlose Frechheit”, brachte CDU-Sprecher Stephan Küpper die Stimmung auf den Punkt. „Am besten wäre es natürlich, wenn Klassen unserer Hauptschule komplett auf eine andere Schule wechseln könnten”, denkt Schüller bereits weiter.

Sollte die Bezirksregierung die Verlängerung des Schulbetriebes bis 2014 mittragen, könnten zumindest die Klassen 8 bis 10 auf der Nörvenicher Schule noch ihren Abschluss machen. Der Vorschlag der FDP, die Hauptschule in eine Realschule mit berufsorientiertem Schwerpunkt umzuwandeln, fand keine Zustimmung. Auch dieser Schulform würden die nötigen Kinder fehlen.
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