Düren - Happy Birthday, Rathaus!

Happy Birthday, Rathaus!

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:

Düren. Als Oberbürgermeister Heinrich Spies am 9. Januar 1959 das neue Dürener Rathaus einweihte, gab es einen feierlichen Festakt.

Das Jugendorchester des Stiftischen Gymnasiums spielte und abends fand ein Gemeinschaftskonzert des Städtischen Chores und der Dürener Orchestergemeinschaft statt. Am Samstag feierte das Dürener Rathaus fast auf den Tag genau seinen 50. Geburtstag - und das schon eine ganze Ecke schwungvoller!

Überall gab es Musik, Multimedia-Präsentationen, Schautafeln und Ausstellungen, das mit dem „Tag der offenen Tür” hatten Bürgermeister Paul Larue und seine Mitarbeiter durchaus wörtlich genommen: Führungen für Erwachsene und Kinder haben die Besucher eingeladen, Räume im Rathaus zu erkunden, die sonst verschlossen sind.

So konnte man zum Beispiel bei Bernd Freuen in der Druckerei einen riesengroßen Kopierer bestaunen und erfahren, dass im Dürener Rathaus jedes Jahr über drei Millionen Fotokopien für Broschüren, Flyer und Plakate hergestellt werden.

Für Marianne und Hans-Werner Reinartz aus Birkesdorf waren besonders die Fotoausstellungen mit Bildern von Mitgliedern der Fotografischen Gesellschaft Dürens sehr interessant.

„Ich kann mich noch genau erinnern, als das Rathaus eingeweiht worden ist”, so Marianne Reinartz. „Damals war ich 15. Und für meine Eltern war die Fertigstellung des neuen Rathauses ein Zeichen dafür, dass der Krieg und die Zerstörung Dürens nun endlich Geschichte sind.”

1954 hatte die Stadt einen „Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen” für das neue Rathaus ausgeschrieben, und knapp zwei Jahre später, im März 1956, begannen die Bauarbeiten. Übrigens war das neue Rathaus zumindest für heutige Verhältnisse, ein „echtes Schnäppchen”: Der Bau kostete „nur” 4.942.475,25 Mark.

Die kleine Anna Lena Hilger war mit ihrer Mutter ins Rathaus gekommen und schaffte locker die weit über 100 Stufen bis in die 8. Etage des markanten Verwaltungsgebäudes, von der sie durch Achim Greiffs Tachymeter, das der sonst für seine Arbeit als Vermessungstechniker braucht, einen grandiosen Blick in die Eifel hatte.

Höhepunkt des Tages, der unter anderem noch eine Geburtstagstorte im Rathausformat (verteilt von Miss Annakirmes Scarlett Werres), etliche Musikdarbietungen, eine Präsentation von Fahrzeugen von Feuerwehr, Polizei und Betriebshof sowie einer Buchausstellung über Konrad Adenauer (der war im November 1959 anlässlich eines CDU-Parteitages im Rathaus war) zu bieten hatte, war dann am späten Nachmittag das Treffen zweier - zumindest in Düren - sehr bekannter Pauls. Bürgermeister Paul Larue hatte an Heiligabend seinen Namensvetter und gebürtigen Dürener Paul Panzer mal kurz in Köln angerufen, und der beliebte Comedy-Star, der im richtigen Leben Dieter Tappert heißt und in Nörvenich aufgewachsen ist, war gerne zum Rathausjubiläum gekommen.

„Ist ja toll, wie viele Leute hier sind”, staunt „Mr. Rrrrrrichtig” über fast 5000 Besucher, die den ganzen Tag über das Rathaus bevölkert hatten. „Ich dachte, hier wären jetzt drei Männecken. Sind das denn auch alle ihre Wähler?” Anschließend plauderten die beiden Pauls dann noch über die Leiden von Ehemännern („Wie schaffen Sie das denn, Herr Larue?” - „Ich bin die meiste Zeit im Rathaus!”), über Nörvenich („Viele Kühe da!”) und das neue Programm von Paul Panzer („Sie treten ja auch demnächst wieder in der Düren- Arena auf. Die hat der Kreis erbaut, sie steht aber auf einem Grundstück der Stadt!” - „Jetzt wollen Sie aber wohl eine Eintrittskarte erpressen, Herr Larue! Ich kenne doch meine Pappenheimer.”)

Zum Schluss trug ein gut gelaunter Paul Panzer sich dann noch mit dem Satz „Vielen Dank dem lieben Paulchen Larue für die Einladung!” ins Goldene Buch der Stadt ein und erfüllte Unmengen von Autogrammwünschen.
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