Hanf auch im Swingerclub angebaut

Von: wos
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Hanfplantage
Hanf in rauhen Mengen sollen die Angeklagten gezüchtet haben. Dabei gingen sie mit Trickreichtum vor und versteckten die Pflanzen (im Bild Hanfpflanzen, die in einem Maisfeld versteckt sind)unter anderem sogar in Swingerclubs. Foto: zva

Aachen. In neun Hanfplantagen zwischen Niederzier und Heimbach sollen acht vor dem Aachener Landgericht angeklagte Männer zwischen dem Sommer 2007 und dem April dieses Jahres Marihuana in großem Stil angebaut, geerntet und vertrieben haben. Vor der 8. Großen Strafkammer unter Vorsitz von Richter Harald Brandt hat am Donnerstag wieder ein Mammutverfahren mit mehr als 10.000 Aktenseiten begonnen.

Schließlich geht es laut Anklage - wie des Öfteren in jüngster Zeit - um nicht weniger als mehrere Hundert Kilogramm Hanf.

Zwei der Angeklagten, ein Niederländer und ein Deutscher, waren im Februar festgenommen worden, sie gelten als Köpfe der acht Mitglieder starken Bande, darunter biedere Ingenieure und bislang unbescholtene Unternehmer.

Das Verlesen der Anklage scheiterte am Donnerstag zunächst an diversen Anträgen der Verteidigung, auch dies die üblichen Rechtsscharmützel zu Beginn jedes Drogenverfahrens.

Als pikantes Detail wurde offenbar, dass nicht nur in Scheunen und Dachböden zwischen Niederzier und Heimbach gepflanzt wurde: Auch in zwei Swingerclubs in Mönchengladbach-Rheydt soll fleißig Hanf angebaut worden sein. Eine der Einrichtungen trug den sinnreichen Namen „drunter & drüber”.

Das Verfahren geht am 27. Oktober weiter.
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