Morschenich - Hambacher Forst: Razzia im Klimacamp

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Hambacher Forst: Razzia im Klimacamp

Von: smb
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Klimacamp
Im Klimacamp der Braunkohlegegner bei Morschenich hat erneut eine Razzia gegeben. Foto: Sarah-Maria-Berners

Morschenich. Im Klimacamp der Braunkohlegegner bei Morschenich hat es am Donnerstagmorgen eine Razzia gegeben. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Aachen ist es im vergangenen Jahr im Umfeld des Tagebaus Hambach, vor allem an Anlagen und Fahrzeugen des Tagebaubetreibers RWE, immer wieder zu Sachbeschädigungen und Diebstählen gekommen.

„Die Schäden gehen in Millionenhöhe“, erklärte Dr. Jost Schützeberg, Sprecher der Staatsanwaltschaft, am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Personen eingeleitet. Sie verdächtige Mitglieder der Gruppe, die seit fast zwei Jahren mit Aktionen von sich reden macht, mit den Sachbeschädigungen und Diebstählen in Zusammenhang zu stehen.

Wie Schützeberg mitteilt, waren bei der angeordneten Durchsuchung rund 150 Polizisten im Einsatz, um bei einem halben Dutzend Aktivisten Beweismittel sicherzustellen, die nun ausgewertet werden. Nähere Angaben zu den Beweismitteln machte Schützeberg am Donnerstagmorgen nicht.

Nach Angaben der Aktivisten wurden sämtliche elektronische Geräte beschlagnahmt. Eine Nachricht, die die Aktivisten allerdings per E-Mail verbreiteten. Auch im Rhein-Erft-Kreis war die Polizei im Einsatz. Wie ein Sprecher erläuterte, war die Polizei vor Ort, um einen Rundgang des Forstamtes abzusichern. Das Amt habe sich die Situation im Wald erneut anschauen wollen. Nach Polizeiangaben wurde ein Seil gekappt, das die Verkehrssicherheit gefährdet habe.

Die Aktivisten sind nun seit fast zwei Jahren im Hambacher Forst aktiv, seit anderthalb Jahren leben die Aktivisten auf der Wiese unweit des Flugplatzes Morschenich. Auch im Rhein-Erft-Kreis war die Polizei am Donnerstag im Einsatz. Wie ein Sprecher erläuterte, war die Polizei im besetzten Waldstück, um einen Rundgang des Forstamtes abzusichern. Die Mitarbeiter des Amtes hätten sich die Situation im Wald erneut anschauen wollen. Nach Polizeiangaben wurde ein Seil gekappt, das die Verkehrssicherheit gefährdet habe.

Vorbereitung auf Räumung

Unterdessen haben sich die Klimaaktivisten, die nach eigenen Angaben mittlerweile im Wald wieder „mindestens sechs“ Plattformen errichtet haben, schon auf die nächste Räumung, von ihnen „Tag X“ genannt, eingestellt. Schon jetzt kündigen sie im Internet an, im Falle einer erneuten Räumung den Wald bereits kurze Zeit später im Anschluss an eine Großdemo in Buir „massenhaft“ wiederbesetzen zu wollen.

Ein Internetnutzer, der sich „Fred“ nennt, hat die Aussagen auf www.hambacherforst.blogsport.de wie folgt kommentiert: „Der Tag X wird kommen an dem Ihr für euren Lebensunterhalt arbeiten müsst!! Schock ?? Das Leben ist kein Ponyhof.“

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