Düren/Rureifel - Gürzenicher Badesee aus den roten Zahlen heraus

Gürzenicher Badesee aus den roten Zahlen heraus

Von: de
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An guten Tagen immer gut besucht: der Gürzenicher Badesee. Foto: Ingo Latotzki

Düren/Rureifel. Wettermäßig durchwachsen war der Sommer 2009. Entsprechend unterschiedlich über die Saison verteilt war der Besuch an den Badeseen und in den Freibädern. Ein Trost für die Betreiber: Es ist etwas besser als im Vorjahr gelaufen.

Sehr zufrieden äußerte sich am Dienstag Klaus Schüller, der am Badesee in Gürzenich die Verantwortung für den Schimmbetrieb trägt: „Ich gehe davon aus, dass wir auf rund 75.000 Besucherinnen und Besucher kommen. Das ist eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, in dem wir nur etwa 50.000 Gäste hatten.” Richard Müllejans, Chef des Dürener Service-Betriebes, der den Badesee betreibt, hat schon vor Wochen freudig verkündet, dass in diesem Jahr erstmals kein Defizit zu erwarten ist: „Wir schreiben schwarze Zahlen”.

Genaueres werde erst nach dem „Kassensturz” feststehen. Am kommenden Dienstag, 15. September, geht die Saison am Gürzenicher See offiziell zu Ende.

Bei den 75.000 Menschen handelt es sich wohl gemerkt nur um die Badegäste. Die Besucherinnen und Besucher der Großveranstaltungen wie „Oldie Night” und „Ein Tag am See” kommen noch hinzu.

„Deutlich besser als im Vorjahr” ist der Besuch am Badesee in Echtz gewesen. Pächter Jörg Tobeck nennt zwar keine konkreten Zahlen, bezeichnet die Saison 2009 als „durchaus zufriedenstellend.” Andererseits: „Schlechter als in den Jahren 2007 und 2008 konnte es ja auch kaum werden.” Die Saison am Echtzer Badesee dauert noch bis Ende September, „bei schönem Wetter auch länger”.

Das Freibad in Vossenack, das nur noch bis zum kommenden Sonntag geöffnet hat, verzeichnete in dieser Saison rund 11.000 Badegäste - um die 1000 mehr als im letzten Jahr. Wolfgang Latz, zuständiger Abteilungsleiter bei der Gemeindeverwaltung, beziffert das zu erwartende Defizit auf etwa 70.000 Euro - ein dicker Batz für die Gemeinde Hürtgenwald, die finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet ist.

Kann vor diesem Hintergrund das Freibad auf Dauer erhalten bleiben? Latz: „Bisher war das trotz des Zuschussgeschäftes der erklärte politische Wille. Eine Gemeinde, die auch auf den Fremdenverkehr setzt, kann auf eine solche Einrichtung nicht so ohne Weiteres verzichten. Gleichwohl: Der neu gewählt Gemeinderat wird sich ganz sicher mit der Kosten-Nutzen-Analyse beschäftigen.” Denkbar seien die Senkung der Energiekosten (das Freibad ist beheizt) und die maßvolle Erhöhung der Eintrittspreise. „Schwarze Zahlen” seien aber „realistischer Weise nicht zu erreichen”.

Das Freibad in Abenden steckt in den roten Zahlen. Rat und Verwaltung denken über eine Schließung nach. Pächter Hartmut Assmann ist froh, dass in diesem Jahr etwas mehr Besucher (vor allem Erwachsene) gekommen sind. Er setzt seine Hoffnungen in den vor kurzem gegründeten Förderverein, der zum Beispiel für Sonntag einen Kindertrödelmarkt im Freibad organisiert hat.
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