Düren - Grundsteuer B ist ”saftig” erhöht worden

Grundsteuer B ist ”saftig” erhöht worden

Von: Ingo Latotzki
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Die Holzstraße in Düren: Hier stehen viele ältere Häuser, für die eine Erhöhung der Grundsteuer B geringer ausfällt als für neuere Gebäude. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Manch einer hat sich verwundert die Augen gerieben, als er jetzt Post aus dem Rathaus bekam. Die Stadt Düren teilt darin ihre Ende Juni beschlossene Erhöhung der Grundsteuer B mit - eine „saftige Erhöhung”, wie etwa „DN”-Leser Erwin Henz findet. Am 30. Juni hat der Stadtrat - wie berichtet - beschlossen, die Grundsteuer B anzuheben - von 470 auf 590 Punkte. Das entspricht unter dem Strich einer Aufstockung um rund 25 Prozent.

Die Grundsteuer B fällt an bei bebauten Grundstücken und tritt Hauseigentümer und Mieter, auf die eine Erhöhung in der Regel umgelegt wird. Die Stadt Düren schätzte im Vorfeld, dass die Aufstockung im Durchschnitt bei etwa 80 Euro pro Jahr liegen würde.

Vor allem Eigentümer neuerer Häuser sahen auf ihrem Bescheid, dass dieser Wert nicht zutrifft. Für eine Doppelhaushälfte fallen schnell 120 Euro im Jahr an, für ein Einfamilienhaus deutlich mehr.

80 Euro im Schnit

Es gibt freilich auch andere Beispiele. Ältere Häuser etwa kommen deutlich besser weg. Teilweise liegt die Erhöhung der Grundsteuer B erheblich unterhalb der von der Stadt berechneten durchschnittlich 80 Euro. Das hat mit dem so genannten Einheitswert zu tun, den das Finanzamt festlegt.

Dieser Wert ist Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer. Weil ältere Gebäude normalerweise weniger Wert seien, falle die Bemessungskennziffer kleiner aus, sagte Friedrich Breuer, Leiter des Finanzamtes Düren, den „DN”.

Dieser Einheitswert werde angepasst, wenn Altbauten saniert würden und sich der Wert durch Anbauten oder sonstige Maßnahmen vergrößere.

Dürens Stadtkämmerer Harald Sievers nannte den „DN” folgende Durchschnittswerte, von denen seine Behörde ausgegangen sei: In einem 6-Parteien-Haus fallen danach wie bei einem Reihenhaus rund 50 Euro pro Familie jährlich mehr an. Für ein 150 Quadratmeter großes Eigenheim auf einem 600 qm großen Grundstück müssten 82 Euro zusätzlich bezahlt werden.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, Stefan Weschke, sagte, seine Partei habe sich die Entscheidung, die Grundsteuern A (für Argrarflächen) und B zu erhöhen „nicht leicht” gemacht; sie sei aber alternativlos gewesen. „Sonst hätten wir andere Leistungen, etwa im kulturellen oder sozialen Bereich, weiter kürzen müssen.”
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