Grüngürtel wird zum Wilden Westen

Von: kin
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Katrin und Alina basteln Indianerschmuck. Foto: Sandra Kinkel
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Gisela Penugaow (links), Leiterin der offenen Ganztagsgrundschule, hat für die Kinder ein tolles Ferienprogramm zusammengestellt. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Wir hatten echte Indianer zu Besuch“, sagt Luis. „Das war richtig toll.“ Luis ist zehn Jahre alt und eins von rund 40 Kindern, die derzeit am Ferienprogramm der offenen Ganztagsgrundschule (OGS) im Dürener Grüngürtel teilnehmen.

„Wir haben uns hier“, erzählt, Gisela Penugaow, Leiterin der OGS, „mit den anderen Ganztagsgrundschulen, die in Trägerschaft des Kinderschutzbundes sind, zusammengeschlossen, um ein abwechslungsreiches Ferienprogramm im Grüngürtel anzubieten.“ Mit dabei sind noch die Grundschulen Merken, Arnoldsweiler, Gürzenich und St. Bonifatius. Das Motto der Ferienaktion ist „Cowboy und Indianer“. Die Kinder werden an fünf Tagen in der Woche betreut, von montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags bis 15 Uhr. Das ist gerade für Eltern, die berufstätig sind, sehr wichtig.

„Neben dem Kinderschutzbund sind die Offenen Ganztagsgrundschulen in der Stadt Düren in Trägerschaft von SkF, Evangelischer Gemeinde, dem städtischen Jugendamt und verschiedenen Fördervereinen“, sagt Dirk Keimes vom Schulverwaltungsamt. „Und alle sind in den Sommerferien drei Wochen geöffnet.“ Und zwar alle in den ersten drei Wochen. Keimes: „Wir haben uns nach den Wünschen der Eltern gerichtet. Es war auch schon einmal so, dass es ein Angebot für die kompletten Sommerferien in den offenen Ganztagsgrundschulen gab, so dass Kinder sechs Wochen lang versorgt waren. Manche Einrichtungen waren damals in den ersten Ferienwochen geöffnet, andere in den letzten drei. Aber der Bedarf war in diesem Jahr einfach nicht da, ein Angebot in den ersten drei Ferienwochen war ausreichend.“

Auch die Kindertagesstätten machen in den Sommerferien in der Regel drei Wochen zu, auch hier gibt es ein alternatives Betreuungsangebot für die Kinder. Beatrix Prescher, stellvertretende Leiterin des Jugendamtes: „Die verschiedenen Einrichtungen in den Stadtteilen stimmen sich ab, wann sie Ferien macht, so dass die Eltern die Möglichkeit haben, ihr Kind für einen Teil der Ferien in einer anderen Einrichtung unterzubringen.“

Den Jungen und Mädchen, die im Grüngürtel in die Welt der Cowboys und Indianer abtauchen, ist der Betreuungsaspekt, der für ihre Eltern vermutlich eine große Rolle spielt, nicht so wichtig. Ihnen ist viel wichtiger, dass das Ferienangebot Spaß macht. Und das tut es. „Wir haben Indianerschmuck gebastelt“, erzählt Alina. Und Katrin ergänzt: „Einen Tag haben wir eine Fahrt mit einem echten Planwagen gemacht.“ Außerdem haben die Jungen und Mädchen, die alle zwischen sechs und elf Jahre alt sind, noch Traumfänger selbst gemacht, Totenpfähle gebastelt und sich als „Line Dancer“ versucht. Und natürlich auch jede Menge über das Leben von Indianern gelernt. Luis erzählt: „Es waren ein Mann und eine Frau hier, die sahen ganz genau so aus wie Indianer. Und haben mit uns gesungen und ganz viel erzählt. Das hat total viel Spaß gemacht.“

Übrigens war auch der Speiseplan der kleinen Cowboys und Indianer passend zum Motto der Ferienaktion. „Hühnersuppe heißt bei uns Gummiadlertopf, Hamburger sind Büffelburger und zum Nachtisch gab es Vanilleapachen“, lacht Gisela Penugaow.

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