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Grünes Licht für Erlebnispfad

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Im dichten Wald schwer zu erkennen: Der Parcours eines Höhenerlebnispfades, auf dem Kletterer den Baumkronen nahe sein können.

Hürtgenwald. Vom Eifeltourismus profitieren, wie dies in Heimbach geschieht, das möchte auch die Gemeinde Hürtgenwald. In diesem Bestreben hat Hürtgenwald es allerdings deutlich schwerer als Heimbach, das allein schon wegen seiner Wallfahrt landauf, landab einen Namen hat.

Hürtgenwald ist wegen grauenhafter Kämpfe im Zweiten Weltkrieg durchaus auch berühmt. Doch ist es weder zu einem erheblichen Teil unmittelbar am Nationalpark gelegen, noch am Rursee oder einem anderen wunderschönen Gewässer. Und es ist auch, angelegt wie ein langer Schlauch, von der Lage her ungünstig positioniert.

Gleichwohl unternimmt man im Rathaus jede Anstrengung, um die Schönheiten der Landschaft bekannt zu machen und plant beispielsweise einen Höhenerlebnispfad. Jüngst wurde dazu im Rat eigens der Flächennutzungsplan geändert. Dies geschah einstimmig, also auch mit den Stimmen der Grünen, obwohl insbesondere die Umweltschutzorganisationen Nabu und BUND Einwände gegen den Erlebnispfad erhoben hatten.

Man kann sich allerdings auch kaum einen „naturgemäßeren” Umgang mit einem Wald vorstellen, als einen Höhenerlebnispfad einzurichten. Es geht dabei um das Klettern in Baumwipfeln (Parcours), wobei die Natur möglichst ursprünglich erlebt werden soll. Nur ein paar Strickleitern, kleine Plattformen aus Holz, Seile und ähnliches werden sehr sparsam in den Bäumen montiert. Bestens geeignet für den Pfad ist ein Waldstück in Raffelsbrand, zwischen der B399 und Simonskall.

Planer Ulrich Faßbinder und der Biologe Hartmut Fehr wurden vom Forstamt beauftragt, alle Einwände gegen das Projekt zu prüfen. Dem Rat wurde danach mitgeteilt, dass Raufußkautz, Fledermaus und Wildkatze durch das Projekt nicht gefährdet seien, weil sie das Gebiet nicht frequentieren. Gegen den Artenschutz werde auch sonst nicht verstoßen. Ferner sei dort nicht mit übertriebenem Lärm zu rechnen.

Kreisverwaltung, BUND Nabu, Landesbetrieb Straßenbau, Bezirksregierung Köln, Landwirtschaftskammer Aachen/Düren, die Stadt Stolberg, Wehrbereichverwaltung West, Stadtwerke Düren, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Wasserwerk Perlenbach und IHK Aachen sind nur einige von denen, die alle Stellungnahmen zu dem Projekt abgeben durften.

So meinte denn Bürgermeister Axel Buch im Rat, es seien nun alle Bedingungen erfüllt, dass der Erlebnispark in Kürze eröffnet werden könne.
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