Düren - Grünen-Spitzenkandidatin besucht Low-tec

Grünen-Spitzenkandidatin besucht Low-tec

Von: bugi
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Katrin Göring-Eckardt, Grünen-Spitzenkandidatin, informiert sich bei Low-tec über Ausbildungsmaßnahmen für Jugendliche. Foto: bugi

Düren. Für eine stärkere Förderung von Beschäftigungsinitiativen hat sich am Montag beim Besuch des Dürener Unternehmens Low-tec die Spitzenkandidatin der Grünen zur Bundestagswahl im September, Katrin Göring-Eckardt, eingesetzt. „Wir können ökonomisch nur erfolgreich sein, wenn Menschen in unserer Gesellschaft nicht abgehängt werden. Das ist eben nicht nur vermeintliches Gutmenschentum, sondern eine volkswirtschaftliche Frage.“

Göring-Eckardt kritisierte bei dieser Gelegenheit, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung die entsprechenden Förderungsinstrumente „drastisch eingedampft“ habe. Das, so die grüne Spitzenkandidatin, sei der falsche Weg, weil man am Beispiel der Dürener Beschäftigungs- und Qualifizierungsinitiative sehr schön nachvollziehen könne, dass es mit den entsprechenden Programmen sehr wohl gelinge, Jugendliche und Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. „Statt dessen spart man jetzt bei den Ärmsten und bei denen, die es am meisten bräuchten“ – das werde man nach der Bundestagswahl ändern, kündigte Göring-Eckardt an: „Wir brauchen da einen neuen Aufbruch.“

Low-tec Geschäftsführer Jupp Macherey ging sogar noch einen Schritt weiter: „Die Teilhabe am Arbeitsleben hat auch etwas mit Menschenwürde zu tun. Deshalb brauchen wir auch Programme für Menschen, die es nicht mehr auf den ersten Arbeitsmarkt schaffen werden.“ Dabei arbeitet Low-tec in dem Bereich schon überaus erfolgreich, wie Low-tec Aufsichtsratsvorsitzender Ulf Opländer betonte. So habe man innerhalb von sieben Jahren in verschiedenen Ausbildungsmaßnahmen 300 Jugendliche zur Gesellenprüfung geführt.

Bei Betrieben begehrt

Nicht selten schließen die Low-tec-Azubis übrigens als Innungsbeste ihre Ausbildung ab und sind bei den Betrieben in der Region begehrt. 95 Prozent der Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen, die an einer Low-tec-Berufsausbildung teilnehmen, erzählt Opländer, landen anschließend in einem Job, von dem sie Leben können und auf den sie ohne diese Maßnahme niemals eine Chance gehabt hätten. Die Angebote sind vielfältig und reichen von Betriebspraktika und Bewerbungscoaching bis hin zur dualen Berufsausbildung.

Den Fokus noch stärker als bisher auf Förderangebote für junge Erwachsene zu legen, forderte auch Bruno Voß, Ratsmitglied der Grünen: „Wir verlieren sonst ein wichtiges Potenzial.“ Lob für die Low-tec-Arbeit gab es von Katrin Göring-Eckardt, die auch Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland ist, noch an anderer Stelle: „Dass eine Evangelische Kirchengemeinde sagt, wir engagieren uns in diesem Arbeitsfeld und das dann auch mit Low-tec so konsequent umsetzt, ist schon etwas sehr Besonderes.“

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