Düren - „Grüne Welle“ ändert Dürens Verkehrsfluss

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„Grüne Welle“ ändert Dürens Verkehrsfluss

Von: Carsten Rose
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Angenehmerer Verkehrsfluss: Auf der Schenkel- und Bismarckstraße wird die „grüne Welle“ Ende des Jahres eingerichtet. Bis zu 18000 Pkw und Lkw profitieren davon. Der Abschnitt hat neun Ampelanlagen. Foto: Rose

Düren. Die Stadt Düren zieht einen Schnitt: Sie plant die Ampelschaltungen im Stadtgebiet neu – die „grüne Welle“ ist das Zauberwort. Die jetzigen Ampelschaltungen basieren auf dem Verkehrsaufkommen der 90er Jahre, Stadtplaner hatten Ampeln seitdem nur punktuell geändert.

„Wenn sich der Verkehr so stark wie in den vergangenen 20 Jahren entwickelt, verschlimmbessert sich die Situation, wenn man bei Änderungen nicht das große Ganze im Blick hat“, betont Anke Leimert vom Tiefbauamt.

Wer regelmäßig vom Platz der Deutschen Einheit über die Schenkelstraße bis zur Kreuzung Bismarckstraße/Schoellerstraße oder andersherum fährt, wird Ende des Jahres als Erster von der grundsätzlichen Umplanung profitieren. Das sind 15.000 bis 18.000 Fahrzeuge täglich. Auf der einen Kilometer langen Achse mit neun Ampelanlagen wird die „grüne Welle“ programmiert, wenn das Bismarck-Quartier fertiggestellt ist. Anke Leimert schränkt ein, dass es nicht möglich ist, dass beide Fahrtrichtungen in einem Rutsch durchkommen – dafür sind die Querstraßen nicht optimal angeordnet. Autofahrer würden aber anders als vorher wohl nur noch an einer der neun Ampeln halten müssen, im Idealfall sogar überhaupt nicht.

100 Ampelanlagen betreibt die Stadt; also 100 Kreuzungen, an denen der Verkehr mit Lichtsignalen geregelt wird. Sukzessive sollen die Hauptverkehrsadern mit besseren Ampelschaltungen entlastet werden.

Auf externe Hilfe angewiesen

Wichtig für die Umplanung ist die Verkehrsentwicklung nach der Eröffnung der B56n (der erste Teil wird im Sommer freigegeben). Etwa nach vier Monaten seien erste Messungen sinnvoll. Außerdem ist die Stadt auf externe Hilfe angewiesen, denn bislang kümmert sich in der Verwaltung eine Person um das Thema „Lichtanlagen“. Sie hat den Verkehrsrechner, auf dem alle Ampeldaten und -störungen eingehen, bislang nur nebenbei im Blick. Der Rechner soll so umprogrammiert werden, dass Störungen automatisch an die Wartungsfirma weitergegeben werden. Auch weil das Amt unterbesetzt ist, fordert die CDU Geld für ein neues Ampelkonzept, das Experten erarbeiten sollen. „Dann kommen wir definitiv weiter, denn zum Beispiel eine Verkehrszählung ist aufwendig und teuer“, betont Leimert.

Als Leiterin der Planungsabteilung des Tiefbauamtes hat sie mittelfristig drei konkrete Verbesserungen für Dürens Verkehr im Blick. Erstens: „Die Ampeln sollen ein Nachtprogramm erhalten. Das heißt, dass der Verkehr in den Hauptrichtungen immer Grün hat und die Ampeln der Seitenstraßen erst reagieren, wenn ein Auto kommt“, erklärt sie und betont, dass es ohnehin nicht mehr Standard sei, „dass eine Ampel auf Rot schaltet, wenn kein anderes Auto in der Nähe ist“. Bislang sind die Ampelanlagen auf drei Zyklen programmiert: einer von 6 bis 9 Uhr, einer von 16 bis 18.30 Uhr, und der dritte läuft in der restlichen Zeit.

Zweitens: Wenn die Euskirchener Straße nach der B56n-Freigabe für den Lkw-Durchgangsverkehr gesperrt wird und der Verkehr daher abnimmt, soll möglichst mehr Platz für Fußgänger und Parkplätze geschaffen werden. Drittens: Die Verkehrsachse stadteinwärts an der Ecke Valencienner- und Tivolistraße soll entlastet werden. Wann, ist aber noch fraglich.

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