Düren - Grüne in Düren: Die Stadt braucht ein Solarkataster

Grüne in Düren: Die Stadt braucht ein Solarkataster

Von: Margret Vallot
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Haben die Dächer der Stadt im
Haben die Dächer der Stadt im Blick: die Grünen-Ratsvertreter Georg Schmitz und Verena Schloemer. Foto: Margret Vallot

Düren. Kreuzau hat es, Langerwehe und Vettweiß haben es auch. Nur Düren hat noch keins, soll es aber, wenn es nach dem Willen der Grünen geht, bald bekommen: ein Solarkataster. Das ist eine höchst sinnvolle Sache. Mit dem Kataster lässt sich ganz einfach am Computer herausfinden, welche Dachfläche für eine Solaranlage geeignet ist.

Das funktioniert schnell und ist bequem: Man gibt Straße und Hausnummer ein und erfährt, ob das eigene Dach geeignet ist, mittels Photovoltaikanlage Strom zu produzieren. Über die Funktion „Wirtschaftlichkeitsrechner” erfährt man, wie es mit den Kosten steht. Was würde man einnehmen? Was würde die Anlage kosten? Ab wann rechnet sich die Investition? Das und mehr weiß der Computer und kann es übersichtlich darstellen.

„Wir haben uns das Solarkataster auf der Seite von Kreuzau angeschaut, und ich muss sagen: Das ist wirklich gut”, berichtete am Donnerstag Verena Schloemer, Ratsfrau der Grünen. Ihre Fraktion möchte, dass der Rat der Stadt Düren nach der Sommerpause beschließt, ein Kataster für Photovoltaikanlagen erstellen zu lassen. Ein entsprechender Antrag ist auf dem Weg.

Auf der Seite www.kreuzau.de findet man einen Button, über den sich dort jeder Bürger kostenlos die Ergebnisse zu seinem Haus anzeigen lassen kann. Hätte Düren ein solches Kataster, könnte auch die Stadtverwaltung einmal schauen, wie viele Dächer von städtischen Gebäuden zum Produzieren von Strom und Wärme nahezu ideal geeignet sind. Und nicht nur die Stadtverwaltung könnte viel Energie und CO2 sparen, auch Unternehmen könnten nachsehen, was sich aus ihren Dachflächen alles machen lässt.

Wie Schloemer, so ist auch ihr Grünen-Ratskollege Georg Schmitz fasziniert von der Möglichkeit, sich für jede einzelne Dachfläche einmal die jährliche Sonneneinstrahlung, die Mengen an potenziell produzierbaren Stroms und die CO2-Einsparungen anzeigen zu lassen. Insbesondere, weil Düren trotz Energiewende nicht gerade Spitzenreiter ist bei der Förderung regenerativer Energien. Im Gegenteil: Düren gehört landesweit zu den Schlusslichtern. Dabei könnte man, so Schmitz, bei Neubaugebieten von Vornherein so planen, dass Photovoltaikanlagen möglich werden.

„Warum nicht”, fragt Verena Schloemer, „auf dem Dach der Peschschule eine Photovoltaikanlage installieren und so das Hoesch-Museum mit Energie versorgen”? Dieses Museum ist in der Tat ein Energiefresser: Wegen der kostbaren Werke muss dort eine Klimaanlage ständig für eine bestimmte Temperatur und Luftfeuchtigkeit sorgen.

Allein mit der Windenergie sei die Energiewende nicht hinzubekommen, davon sind die Grünen überzeugt. Sie hoffen, dass Düren wie das Umland zumindest „ja” sagt zum Solarkataster. Dieses wurde der Gemeinde Kreuzau von KEK (Kommunales Energie Konzept) gefördert.
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