Schmidt - Grüne: Gewachsene Struktur von Schmidt nicht zerstören

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Grüne: Gewachsene Struktur von Schmidt nicht zerstören

Von: ale
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Bettina Herlitzius, Klaus Droste und Gudrun Zentis (v.l.n.r.) wollen auf diesem Grundstück keinen riesigen Supermarkt. Sie glauben, im Sinne vieler Schmidter zu sprechen. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. Einen Discounter am Ortsrand von Schmidt, den wollen die Grünen nicht. Sie halten ihn für überflüssig. Dies haben sie schon mehrfach deutlich gemacht und bekräftigten ihre Ansichten am Montag noch einmal.

Auf einer grünen Wiese am Ortsausgang von Schmidt, Richtung Monschau, trafen sich Klaus Droste, sachkundiger Bürger aus Schmidt, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Düren, Gudrun Zentis, und die Bundestagsabgeordnete, Bettina Herlitzius. Spontan meinte Gudrun Zentis: „Dieses Grundstück ist viel zu schade für einen Verbrauchermarkt. Wenn man hier etwas Gewerbliches anbietet, sollte es dem Tourismus dienen.”

Zunächst beleuchtete Klaus Droste die aktuelle Situation in Schmidt: Das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten ist umfassend, es gibt zwei Supermärkte, zwei Bäckereien, eine Metzgerei, zwei Autohäuser, eine Tankstelle, zwei Elektronik-Geschäfte, Schreinerei und Zimmerei, Dachdecker, Installateur und andere Handwerksbetriebe und schließlich eine Arzt- und eine Zahnarztpraxis: eine für ländliche Verhältnisse florierende Infrastruktur also.

Die Grünen meinen, dass man diese gewachsene, traditionelle Struktur nicht zerstören dürfe, und verweisen auf andere Beispiele, wo die Ansiedlung von Märkten auf der grünen Wiese zum Ausbluten der innerdörflichen Geschäfte geführt habe.

Bettina Herlitzius verfügt als Architektin und frühere Leiterin des Kreisbauamtes Aachen über viel Erfahrung in dieser Thematik. Sie ist Sprecherin für Stadtentwicklung und Obfrau im Ausschuss für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung. Sie wies auf den demographischen Wandel hin, der auch die Orte in der Nordeifel erreicht hat. „Es stehen schon etliche Häuser in den Orten leer. Man muss für Familien lebenswerte Bedingungen schaffen und der Abwanderung in die Städte vorbeugen.” Die innerörtlichen Strukturen müssten geschützt werden.

Wer befürwortet eigentlich einen großen Verbrauchermarkt da draußen? Und: Ob die Schmidter den wirklich haben wollen? Das möchten die Grünen wissen. Bettina Herlitzius regte deshalb einen runden Tisch an, um über die Notwendigkeit, die umfangreichen Erdarbeiten, die eventuell erforderlich würden, und eine Beeinträchtigung der Nachbarn und der anderen Geschäfte in Schmidt zu sprechen. „Man kann nur hoffen, dass der Investor keinen findet, der hier Gewerbe ansiedeln will”, wünscht sich Gudrun Zentis.
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