Düren - Grüne fordern Umweltzone für Düren

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Grüne fordern Umweltzone für Düren

Von: oha
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Am Friedrich-Ebert-Platz bleibt einem vor lauter Abgasen die Luft weg. Um auf das Problem der Stickstoffdioxid-Belastung aufmerksam zu machen, haben die Grünen Luftballons mit NO2-Aufdruck aufgehängt. Foto: Hansen

Düren. Die Grünen-Stadtratsfraktion hat die Einrichtung einer Umweltzone für Düren gefordert. Das bedeutet: In die Dürener Innenstadt dürften dann nur noch Pkw und Lkw mit grüner Umweltplakette an der Windschutzscheibe fahren.

Hintergrund ist, dass in der Euskirchener Straße zuletzt die höchsten Werte des Umweltgiftes Stickstoffdioxid (NO2) von ganz Nordrhein-Westfalen gemessen wurden. Ursache ist zum überwiegenden Teil der Straßenverkehr. Auf Weisung der Bezirksregierung muss die Stadt deshalb bis Ende Oktober einen Luftreinhalteplan vorlegen. Die Einrichtung der Umweltzone bringe den schnellsten Effekt, betonten die Grünen-Politiker Verena Schloemer, Bruno Voß, Georg Schmitz und MdB Oliver Krischer am Dienstag bei einem „Ortstermin” am Friedrich-Ebert-Platz.

Dass das Atmen gerade dort zur Hauptverkehrszeit zum Problem wird, davon konnten sich die Politiker leicht überzeugen. Um auch die Kraftfahrer darauf aufmerksam zu machen, verteilten sie Luftballons mit NO2-Aufdruck. Mal abgesehen davon, dass für die schon lange geforderte Umgehungsstraße B 56n offenbar wieder kein Geld da sei, bringe sie kurzfristig keine Entlastung, so Schmitz: „Selbst wenn der Bau der Straße heute begonnen würde, wäre sie erst in fünf Jahren fertig. Wir brauchen aber eine schnelle Lösung!” Denn notfalls könnten Bürger ab November im Kampf um saubere Luft vor Gericht ziehen.

Eine weitere Maßnahme wäre die Ausweitung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen, so Krischer. Die Einführung von Job- und Schülerticket sei ebenso wichtig, betonte Schloemer. Voß: „Die Messergebnisse lassen uns keine Alternative.” Derweil begrüßte die Linke im Rat, dass CDU und FDP eine Resolution zum Bau der B 56n verabschieden wollen. Niko Theodoridis: „Wir müssen alle an einem Strang ziehen.”
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