Düren - Großes Lob für treibende Kraft

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Großes Lob für treibende Kraft

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Bauderzernent Hans Wabbel, Architekt Professor Dr. Peter Kulka, Museumsdirektorin Dr. Dorothea Eimert und Bürgermeister Paul Larue (von links) sind vom Erweiterungsbau des Museums begeistert. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Eigentlich war am Sonntagmittag im Leopold-Hoesch-Museum in Düren alles so wie immer: Der Bürgermeister war da, Dr. Eberhard Peill auch, Vertreter von Politik und Verwaltung und etliche Kunstinteressierte natürlich auch.

Das Mikrophon für die Reden stand - wie immer - im wunderschönen Treppenhaus des Museums und hier versammelten sich auch die meisten Besucher. Aber irgendwie war eben doch alles andersÉ

Zum ersten Mal wird seit dem Wochenende (und noch bis zum 10. Januar) der Museumsanbau der Öffentlichkeit präsentiert und zum letzten Mal hat Dr. Dorothea Eimert, die zum Jahresende nach 35 Jahren im Dienste der Stadt Düren und ihres geliebten Museums in Ruhestand gehen wird, am Sonntagmorgen vor eben diesem Mikrofon im Treppenhaus eine Rede gehalten.

Und auch wenn sie im Vorfeld sehr viel Wert darauf gelegt hat, dass das Museumsfest nicht gleichzeitig ihre Verabschiedung ist, so hat Bürgermeister Paul Larue ihr doch eine Art Dankes- und Abschiedsrede gehalten. „Dr. Dorothea Eimert”, so Larue, „war und ist ein Geschenk für unsere Stadt.”

Sie habe vielen Menschen die Begegnung mit Kunst ermöglicht, sei immer neugierig geblieben und habe auch alle Spannungen, nicht zuletzt die mit der Verwaltung ausgehalten.

Larue: „Ihr Herz schlägt für das Leopold-Hoesch-Museum und das vertreten Sie mit Kompetenz, nachhaltigem Druck, Durchsetzungskraft und Charme. Ohne sie wäre der Erweiterungsbau des Museums nicht möglich gewesen. Und wenn alles gut geht, wird dieser Anbau die Kulturlandschaft Dürens über lange Zeit prägen.”

„Kunst braucht Wände”

Von dem Anbau von Architekt Peter Kulka konnte sich die Freunde des Museums beim am Wochenende ein Bild machen. „Hell ist es ja”, meinte Werner Reinartz (47), der aus Heimbach gekommen war. „Aber es ist schon sehr modern.”

Anders sah dass Yvonne Gräfrath, die in Düren aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, mittlerweile aber in München wohnt. „Mir gefällt es”, so die 37-Jährige, die zum Weihnachtsurlaub bei den Eltern in der Stadt war. „Ich glaube, dass hierin die Kunst sehr gut wirken kann.”

Vergleich mit Ehepaar

Ähnlich sieht aus Architekt Peter Kulka: „Kunst braucht Wände, aber auch Experimentierfläche. Und es ist doch bekannt, dass Ehepartner, die immer ein bisschen im Clinch sind, am besten miteinander auskommen. Und so sollte es mit dem alten und neuen Museumsbau auch sein.”

Die Menschen jedenfalls schienen am Museumsanbau sehr interessiert zu sein, sowohl am Samstag als auch am Sonntag war beim Museumsfest jede Menge Volk unterwegs.

Zu bewundern und entdecken gab es Lichtskulpturen vor dem Museum, die Schau mit den „Jahresgaben” vom Museumsverein, Videoinstallationen, Dokumentationen zum Werk von Peter Kulka und das visuelle Konzert „Liebesnachtmahl”.
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