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Grenzwert für Feinstaub schon oft überschritten

Von: oha
Letzte Aktualisierung:

Düren/Niederzier. Die Gemeinde Niederzier und die Stadt Düren sind derzeit hoch mit Feinstaub belastet.

Die Messstation des Landesumweltamtes hat in Niederzier (am Tagebau) seit Jahresbeginn bereits 13 Überschreitungen des Grenzwertes registriert.

Erlaubt sind laut EU-Richtlinie 35 pro Jahr. Die neu installierte Messstation in Düren (Schoellerstraße) registrierte bis gestern sieben Überschreitungen, in Inden (Tagebau) waren es immerhin noch fünf.

Das Landesumweltamt warnt dennoch vor Panikmache. „Wir hatten Anfang des Jahres schließlich eine besondere meteorologische Situation”, so Sprecher Eberhard Jacobs auf Anfrage der „Nachrichten”.

„Das darf man auf keinen Fall bereits auf das ganze Jahr hochrechnen.” Zu Jahresbeginn habe sich im ganzen Rheinland eine besondere Wetterlage ergeben, sagt Jacobs.

„Die warme Luft lag auf der kalten Luft vom Boden. Es gab von unten keinen Auftrieb mehr. Hinzu kam, dass wir wenig Wind hatten. So konnte es keinen Luftaustausch geben.”

Dadurch seien die extrem hohen Belastungswerte mit Feinstaub zu erklären. Es sei zu früh, Schlüsse aus den Messwerten zu ziehen, betont Jacobs. „Man muss am Jahresende die Gesamtbilanz sehen.”

Dass die Messungen und der daraus resultierende Luftreinhalteplan Wirkung zeigen, wurde in den zurück liegenden beiden Jahren in Niederzier deutlich.

Die Zahl der Überschreitungen in puncto Feinstaub lag jeweils unter 35. Was kann man machen, wenn dies in diesem Jahr nicht gelingt? Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser: „Dann muss man sich den Luftreinhalteplan noch einmal vornehmen und notfalls nachbessern.”

Alexander Knecht vom städtischen Umweltamt in Düren ist „nicht überrascht, dass es so hohe Werte in der Stadt gibt.” Bevor die Messstation am 8. Januar an der Schoellerstraße aufgestellt wurde, hatte er dem Landesumwelt Prognosen mitteilen müssen.

Knecht war dabei von 70 Überschreitungen im Jahr ausgegangen. Wie könnte die Stadt reagieren? Die Schoellerstraße ist eine Hauptverkehrsader durch Düren, die sich nicht mal eben so sperren lässt.

Knecht: „Man könnte ein Lkw-Verbot aussprechen oder die Straße ständig nass reinigen.” Viel wichtiger sei jedoch ein anderer Aspekt: „Jetzt hat man die hohe Belastung der Schoellerstraße schwarz auf weiß und kann mehr Druck wegen der geplanten Ortsumgehung B 56n machen.”
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