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Glatte Punktlandung für die Aachener Turniertänzer

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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Die Formationsgemeinschaft TSZ Aachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß legte in Düren einen gelungenen Auftritt hin, der am Ende für Platz 4 des Bundesliga-Tanzturniers reichte. Foto: Ottmar Hansen

Düren. Die kalte Dürener Luft kurz über dem Gefrierpunkt hat es gebracht. Es ist eine Stunde vor Turnierbeginn in der Arena Kreis Düren, als Trainer Oliver Seefeldt seine Tanzformation noch einmal ins Freie schickt. Sauerstoff tanken, den Kopf frei bekommen.

Mit dem Fitnesstrainer geht es 20 Minuten um den Block. Leicht fröstelnd und mit roten Nasen kehren die jungen Tanzsportler in die Umkleide zurück. Wenig später sind sie wieder heiß, wollen auf die Tanzfläche. Voll entschlossen, ihr Bestes zu geben. Und die Rechnung geht auf: Am Ende verfehlt die Formationsgemeinschaft TSZ Aachen/TD TSC Rot Weiß Düsseldorf im Bundesligaturnier der Lateinformationen den dritten Platz nur denkbar knapp.

Zum dritten Mal wird an diesem Samstag ein Bundesligaturnier der Lateinformationen in der Arena ausgetragen. Während die Aachener Aktiven noch im Freien joggen, bereiten sich die übrigen sieben Teams auf ihre Weise auf den großen Auftritt vor rund 1500 Zuschauern in der Arena vor. Aus jeder Umkleidekabine wummert ein anderer Bass, man bringt sich lautstark in Stimmung. Schrittfolgen werden ein letztes Mal geprobt. Als die ersten Zuschauer in die Arena strömen, kann sich Hallenmanager Franz Wahl zufrieden zurück lehnen. Alles ist vorbereitet.

Zwei große Besen werden noch benötigt, um die Tanzfläche notfalls reinigen zu können. „Wir nehmen die vom Volleyball”, löst Wahl auch noch dieses Problem. Die Tanzfläche hatten die Helfer des TSZ Aachen erst in der Nacht zu Samstag aufbauen können. „Cindy aus Marzahn” hatte die Halle vorher gemietet.

Anders als bei den vergangenen Turnieren hängen die dicken Lautsprecher für die Tanzmusik nicht an der Decke, sie sind auf dem Boden aufgebaut. Grund: Die Tänzerinnen und Tänzer hören die Musik direkter, nicht über Bruchteile von Sekunden zeitversetzt. Das wäre „tödlich” bei einer Sportart, bei der es auf synchrone Bewegungen ankommt. Dann steigt die Spannung bei den Aktiven. Die Nerven sind bis zum Zerreißen gespannt, als die erste Formation aufs Parkett geschickt wird. „Ihr seht gut aus! Auf geht´s Micki” , kommt der Ansporn von den Rängen. Dann zählen nur noch Musik, Bewegung und volle Konzentration.

Das Aachener Team reißt die Zuschauer mit seiner neuen Choreografie mit. Figuren mit hohem Schwierigkeitsgrad in Atem beraubendem Tempo. Das erkennen schließlich auch die sieben Wertungsrichter an. Hinter dem A-Team von Grün Gold Bremen, dem TSZ Velbert und Grün Gold Bremen B belegt Aachen in der Endabrechnung den vierten Platz, vor TSG Lüdenscheid, Residenz Ludwigsburg, TSG Backnang und TSC Ludwigsburg.

Zusätzlicher Kick

„Das Publikum hat uns noch den zusätzlichen Kick gegeben”, bedankt sich Tänzerin Elisa Bliedung vom TSZ Aachen bei den Zuschauern in der Arena. Ihr Tanzpartner Ruben Smits: „Wenn die Fans so lautstark hinter einem stehen weiß man, dass man alles richtig gemacht hat.” Und auch Trainer Seefeldt ist mit dem Ergebnis seiner „Kältetherapie” zufrieden: „Das war doch eine glatte Punktlandung!”
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