GFC und von SG Düren: Zwei sind nur gemeinsam stark

Von: jan
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Ernste Minen: Insolvenz-Verwalter Helmut Irmen erklärt die Lage des GFC, Geschäftsführer Karsten Schümann und Präsident Henner Schmidt (r.) hören aufmerksam zu. Foto: Guido Jansen

Düren. Der GFC Düren 09 ist wieder ein handlungsfähiger, gemeinnütziger Verein. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens, das im Dezember abgeschlossen wurde, war das nicht der Fall. Jetzt haben die Mitglieder auf einer Versammlung einstimmig beschlossen, ihren Klub weiter zu führen.

Das war ein rein formaler Akt, der allerdings notwendig war, um künftige Vorhaben anzugehen. Schließlich warten nach den bewegten und bewegenden Monaten auch in naher Zukunft wichtige Entscheidungen auf die Mitglieder des Vereins. Die Vorstände des GFC und von SG Düren 99 streben eine Fusion beider Klubs an. Helmut Irmen, der den GFC zuletzt als Insolvenzverwalter begleitet hat, betonte zum Abschluss seiner Ansprache, dass eine Fusion beider Vereine der richtige Weg sei. „Wir haben hier zwei Vereine, die passen zueinander. Der GFC hat die sportliche Kompetenz, die 99er den Namen.”

Zudem ist es in Zeiten leerer Kasse nicht sinnvoll, zwei große Sportanlagen zu betreiben, die nicht einen Kilometer voneinander entfernt sind.” Irmen appellierte an die Mitglieder: „Beide Vereine haben nur gemeinsam eine Chance.”

Zudem bedankte sich der Insolvenzverwalter beim ehemaligen GFC-Präsidenten Roland Mader. Einen Teil der Schulden hatte der GFC bei Mader. Mader hatte sich nicht nur auf einen Vergleich eingelassen, der ihm und den anderen Gläubigern eine Quote von 8,5 Prozent eingebracht hat. Der ehemalige GFC-Chef hatte zudem auch einen Sponsor besorgt, der die Restschuld sowie die Verfahrenskosten übernommen hat. „Wir haben uns zuvor viel gefetzt und wenig verstanden. Aber letztlich ist es Herrn Mader zu verdanken, dass der Insolvenzplan funktioniert hat”, so Irmen.

„Der Verein ist jetzt absolut sauber”, stellte Präsident Henner Schmidt wenig später erleichtert fest. Noch viel mehr dürfte Schmidt aber erleichtert gewesen sein, weil sich aus den Reihen der etwa 50 anwesenden Mitglieder beim Thema Fusion kein Widerstand regte. Volkes Seele kochte nicht. Viel mehr schien die Einsicht zu dominieren, dass es ohne ein Bündeln der Kräfte nicht weiter geht. Auch bei Gastredner Josef Schäfer, dem Vorsitzenden der 99er, gab es stilles Kopfnicken statt lautstarker Ablehnung. Schäfer betonte, wie gut beide Klubs aus seiner Sicht zusammen passen. Der GFC habe da starke Abteilungen, wo die 99er unter- beziehungsweise gar nicht besetzt sind. Und umgekehrt. Schäfer betonte auch, dass eine Fusion nicht nur Vorteile, sondern auch Verpflichtungen mit sich bringe. „Damit Sie sich bei uns wohl fühlen, müssen Sie mit anfassen”, spielte er auf die Sanierungsmaßnahmen am 99er-Stadion, der Westkampfbahn, an.

Nach dem Scheitern eines Stadionneubaus für über 14 Millionen Euro verfolgen die Vereine und der Kreis Düren offenbar ein abgespecktes Projekt für 4,8 Millionen Euro, bei dem die alte Westkampfbahn saniert werden soll. Die politischen Entscheidungen stehen jedoch noch aus.

Klar scheint aber, dass die GFC-Anlage langfristig aufgegeben werden soll. „Mittelfristig werden wir dort spielen. Zumindest so lange, bis die Strukturen an der Westkampfbahn besser sind”, so Schmidt. Letzte Neuerung der Versammlung: Die Mitgliedsbeiträge wurden um 20 Prozent angehoben, um die gestiegenen Betriebskosten zu decken. 72 statt 60 Euro zahlt ein Voll-Mitglied künftig.

Die Versammlung hat das einstimmig genehmigt. Jetzt bleibt abzuwarten, wie das Votum der Mitglieder ausfällt, wenn um die Fusion geht.
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