GFC und Düren 99 planen eine Fuison

Von: Ottmar Hansen
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Düren. Die beiden Sportvereine GFC Düren und SG Düren 99 werden in der kommenden Woche einen Kooperationsvertrag unterzeichnen. Längerfristiges Ziel soll die Fusion beider Clubs sein. Schon in der Saison 2011 könnte eine gemeinsame Fußball-Mannschaft auflaufen.

Ein entscheidendes Datum könnte der 15. April 2011 werden: Bis dahin müssen alle Mannschaften beim Fußballverband Mittelrhein gemeldet sein. Die Fusion scheitert derzeit noch am Insolvenzverfahren, in das der GFC verwickelt ist. Dem Vernehmen nach soll es hier jedoch schon in kürzester Zeit einen Schlussstrich geben. GFC-Vorsitzender Henner Schmidt betonte gestern: „Wir wollen nach Möglichkeit ein Verein werden, der aber auf zwei Sportstätten Sport betreibt. Wir haben durchaus so viele Mannschaften, dass eine Anlage nicht reicht.”

Statt der üblichen „Kirchturmspolitik” in den Vereinen müsse man ein tragfähiges Sportstättenkonzept für Düren entwickeln. „Jeder Verein macht alles, ist nicht mehr zeitgemäß und finanzierbar.” Die Politik bringe jedoch nicht die Kraft auf, eine Lösung zu finden. Schmidt: „Da müssen sich die Vereine eben selbst an die Spitze der Bewegung setzen.”

Schon jetzt arbeiten GFC und DN 99 enger zusammen. So trägt die erste Mannschaft des GFC ihre Heimspiele in der Landesliga diese Saison auf dem Platz der SG Düren 99 aus. Die Rasenfläche wurde eigens saniert. „Einer der schönsten Rasenplätze in der gesamten Region”, schwärmte der Vorsitzende der SG Düren 99, Dr. Josef Schäfer gestern. „Mit natürlicher Drainage.” Derzeit läuft die Modernisierung der überdachten Tribüne. Ein „Schätzchen” aus dem Jahr 1914. „Dr. Schäfer: „Auf dieser Anlage wird sich der Zuschauer wohl fühlen.”

Bei den Sanierungsaufgaben arbeiten Mitglieder beider Vereine Hand in Hand. Sponsoren hatten sich spontan bereit erklärt, das Projekt zu unterstützen. Auch die Bandenwerbung habe man bereits zur Westkampfbahn schaffen lassen, sagte GFC-Vorsitzender Henner Schmidt gestern. Der GFC werde langfristig nicht nur von der schmucken 99er Anlage profitieren, sondern auch vom Namen des Partners. „Die Marke Düren 99 hat bundesweit immer noch einen guten Ruf. Sie steht für Fußball in Düren”, so Schmidt. Bei ersten Gesprächen im Düren 99-Vorstand gab es durchaus Zustimmung für die Fusion. Dr. Schäfer: „Die einzelnen Abteilungen dürfen nur keine Nachteile haben.”

Sowohl GFC als auch SG Düren 99 wollen möglichst bald Klarheit über ihre gemeinsame Zukunft haben. Etwas kritisch beobachten sie deshalb die ehrgeizigen Pläne von Landrat Wolfgang Spelthahn, auf dem Grundbesitz von Düren 99 für bis zu 15 Millionen Euro eine neue große Sportanlage für den gesamten Kreis zu errichten. Das Vorhaben hatte der Landrat vor längerer Zeit vorgestellt, seither ist es ruhig darum geworden.

Kommende Woche will Wolfgang Spelthahn bei den zuständigen Ministerien in Düsseldorf abklopfen, ob das Projekt finanziell gefördert würde. Doch GFC und 99er wollen nur noch maximal bis zum Jahresende warten. Henner Schmidt: „Bis dahin muss klipp und klar sein, was passiert. Wir können nicht länger warten, sondern müssen zum Erhalt unserer Vereine möglichst bald etwas tun.”

Umgestaltete Westkampfbahn für 5000 Fans

In der Stadt Düren gibt es rund 110 Sportvereine. Die Stadt unterhält etwa 30 Sportplätze. Über eigene Anlagen verfügen Düren 99 (drei Plätze), Postsportverein (ein Platz) und DTV (ein Platz).
ArtikelDie Anlage von Düren 99 hat Sportflächen von 50000 Quadratmetern. Hier trainieren sechs Fußballmannschaften auf drei Plätzen. Beim GFC teilen sich acht Mannschaften zwei Plätze.

Ziel ist, einen Platz der 99er zu einem Kunstrasenplatz umzuwandeln. Außerdem soll der Hauptplatz eine Flutlichtanlage erhalten. Er könnte so ertüchtigt werden, dass er rund 5000 Zuschauer fassen könnte.
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