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GFC tritt in der Landesliga an

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:

Düren. Der insolvente Mittelrheinligist GFC Düren wird in der kommenden Saison definitiv in der Landesliga antreten.

GFC-Präsident Henner Schmidt: „Wir haben ausreichend Sponsorzusagen, um den Spielbetrieb in der Landesliga in der kommenden Saison finanzieren zu können.”

Noch eine weitere Entscheidung ist beim GFC inzwischen gefallen: „Wir werden den Spielbetrieb der 1. Mannschaft in eine GmbH auslagern”, so Schmidt. Damit folgt man indirekt auch einer Empfehlung des Dürener Finanzamtes.

Deren Leiter, Heiner Schoulen, hatte dazu zuletzt in einem „DN”-Gespräch geraten. Dieser Weg könne sicherstellen, dass der GFC auch wieder als gemeinnützig anerkannt wird. Schmidt: „Durch die derzeit fehlende Gemeinnützigkeit haben wir zum Beispiel das Problem, dass wir keine Spendenquittung ausstellen können, wenn jemand unsere Jugendabteilung finanziell unterstützen will.” Auch im Insolvenzverfahren hat Insolvenzverwalter Helmut Irmen offenbar die entscheidenden Schritte in Richtung Erhalt des Vereins eingeleitet. Bis zum 17. Mai müssen die Gläubiger ihre Forderungen anmelden, danach wird Irmen den Gläubigern eine entsprechende Rückzahlungsquote anbieten.

Komplett außen vor ist dabei inzwischen Ex-Präsident Roland Mader, der dem Verein ein Darlehen zur Verfügung gestellt hatte. Da im Insolvenzrecht Vereine nicht anders behandelt werden als eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, wird das Darlehen offenbar inzwischen als eine Erhöhung des Eigenkapitals betrachtet, was nicht am Insolvenzplanverfahren teilnehmen kann. Bleiben als Gläubiger das Finanzamt, die Stadt Düren und eventuell noch Krankenkassen. „Sollten die Gläubiger die Quote akzeptieren, sind wir schuldenfrei.” Sollte der Insolvenzplan scheitern, müsste der Verein in letzter Konsequenz Konkurs anmelden und könnte nach einer Neugründung in der Kreisliga C anfangen. Dazu wird es aber nicht kommen.

„Das Insolvenzverfahren kann sich auch über Jahre hinziehen, wenn der laufende Betrieb sichergestellt ist”, deutet Schmidt eine Lösung an, die allerdings nicht seine präferierte Lösung ist.

Sein Ziel ist klar: Eine Einigung mit den Gläubigern möglichst noch vor den Sommerferien. Der Vereinspräsident: „Nur so können wir den GFC neu positionieren und strukturell zukunftsfähig machen. Dazu gehört auch die Fortführung der Fusionsgespräche mit Düren 99.”
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