Gey: Spatenstich im Bagger

Von: mv
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Mitten im neuen Wohngebiet in
Mitten im neuen Wohngebiet in Gey: Den ersten Spatenstich machte Bürgermeister Axel Buch im Bagger. Foto: Margret Vallot

Hürtgenwald. Viel Streit hat es in der Vergangenheit gegeben wegen des neuen Baugebietes am Rand von Gey. Jetzt ist all dies überwunden. Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch machte am Donnerstag den ersten Spatenstich - als Baggerfahrer.

Das Gebiet ist 16.000 Quadratmeter groß, 20 Baugrundstücke haben dort Platz. Zunächst war eine fast doppelt so große Fläche vorgesehen mit fast 60 Grundstücken. Außerdem war die Erschließung über die Eifelstraße eine Streitfrage, und es hagelte Proteste. Verfechter des Artenschutzes mussten berücksichtigt werden, und schließlich stoppte noch ein Fund von Tonscherben aus der Römerzeit das Projekt.

„Ein gutes Projekt muss unterwegs 20 Mal sterben”, wusste Buch, der sich zur Feier des Tages mit Ratsvertretern und Mitarbeitern der Verwaltung ein Schlückchen Sekt genehmigte.

Langjährige Vorbereitungen und Planungen hat auch die Entwicklungsgesellschaft überstanden. Dipl.-Ing. Oliver Schmitz erklärte, dass sich die Gesamtinvestition seiner Gesellschaft auf 1,5 Millionen Euro beläuft. Sie umfasst den Grunderwerb, die Planungen und die komplette Erschließung des Geländes. Bei 20 möglichen Hauseinheiten „kann mit Folgeinvestitionen von mindestens 4,5 Millionen Euro gerechnet werden”, so Schmitz.

Die Grundstücke sind schön im Hang gelegen, mit weitem Blick in die Eifel hinein. Sie sind durchschnittlich 450 bis 700 Quadratmeter groß und gedacht für frei stehende Einzelhäuser. Die Grundstücke fügen sich unmittelbar an die bestehende Bebauung an. Das Wohngebiet liegt im Übergang zur freien Landschaft.

Schön auch: Es wird dort eine neue Straße gebaut, die schon jetzt nach der 2003 verstorbenen Heimatforscherin Thea Paulus aus Gey benannt worden ist. Thea Paulus hat die Geschichte ihres Heimatortes erforscht und aufgeschrieben, sie hat in vielen Jahrzehnten Sagen, Geschichten, Anekdoten, Bilder und Dokumente zusammengetragen. In Tageszeitungen, im Rundfunk und im Fernsehen hat sie über ihre Heimat gesprochen.

„Sie war eine sympathische Frau”, berichtete Geys Ortsvorsteher Helmut Rösseler beim Spatenstich. Im Ort möchte man der Heimatforscherin ein ehrendes Andenken bewahren.
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