Düren - Getötete Kinder stellen ihre Mörderin zur Rede

Getötete Kinder stellen ihre Mörderin zur Rede

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Sie erwarten viel von der Thea
Sie erwarten viel von der Theaterproduktion „Erzähl, Medea, erzähl”: Monika Rothmaier-Szudy (Haus der Stadt), Spielleiterin Ursula Keppler, Sabine Wagner (Jugendamt) und Thomas Lüttgens (Komm). Foto: Dietmar Engels

Düren. Thomas Lüttgens vom „Komm”-Zentrum, der selber Theater spielt, gerät ins Schwärmen: „Das ist schon etwas ganz Besonderes, was die jungen Schauspieler da zusammen mit Ursula Keppler auf die Beine stellen. Das berührt und macht betroffen”.

Lüttgens meint das Stück „Erzähl, Medea, erzähl”, an dem derzeit das „Junge Theater Düren arbeitet”. Aufgeführt wird es am Donnerstag, 22. September, um 17 Uhr im Haus der Stadt.

Auch Monika Rothmaier-Szudy, künstlerische Leiterin des Hauses der Stadt erwartet viel von der Produktion. Für sie ist auch der theaterpädagogische Aspekt des Projektes von besonderer Bedeutung: „Kinder und Jugendliche erleben das Schauspiel mit allen Sinnen, machen wertvolle Erfahrungen, die ihnen später sehr nützlich sein können.”

Sabine Wagner vom Jugendamt der Stadt Düren, ist ebenfalls von dem Projekt und dem Ensemble „Junges Theater Düren” generell angetan: „Mädchen und Jungen verschiedener Schulformen kommen hier zusammen, lernen gemeinsam Rollen zu spielen und tauschen sich miteinander aus”. Sie begrüßt es, dass die beim Jugendamt angesiedelte Initiative sowohl durch das „Komm”-Zentrum als auch durch das Haus der Stadt Unterstützung erfährt.

Dank für ehrenamtliche Arbeit

Ursula Keppler galt bei der Vorstellung der Theaterproduktion, die eine Wiederaufnahme aus dem Vorjahr ist, einhelliges Lob für ihren großen ehrenamtlichen Einsatz. Die frühere Lehrerin hat acht Jahre lang die Theatergruppe am Wirteltor-Gymnasium geleitet und nimmt sich jetzt mit vollem Elan der vor zwei Jahren gegründeten neuen Truppe an.

Das Stück aus der Feder der Niederländerin Pauline Mol ist an die mythische Geschichte von Medea und Jason angelehnt. Zwei Kinder stellen darin Fragen an ihre Mutter, die ihnen Unvorstellbares zugefügt hat: den Tod. Es ist dramatischer Stoff, der aus der Perspektive der Kinder erzählt wird. Es geht um Glück und Verdammnis, Schmerz und Verzweiflung, Tod und Trauer - ein zeitloser Stoff.

Das Stück eignet sich für Menschen ab 13 Jahre. Zur Aufführung eingeladen sind insbesondere Schülerinnen und Schüler, aber auch Erwachsene sind willkommen. Der Vorverkauf läuft. Für Kinder kostet der Eintritt 3,30 Euro, für Erwachsene 5,50 Euro. Die Plätze im großen Saal des Hauses der Stadt sind unnummeriert.

Die Proben, die im Mai begonnen haben, sind unmittelbar nach den Sommerferien wieder verstärkt aufgenommen worden. Allein in der letzten Woche haben die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler sich dreimal getroffen, um an der Inszenierung zu arbeiten.
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