Gesucht: Neue Gewerbegebiete

Von: Ingo Latotzki
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Freie Gewerbefläche an der Automeile.
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Dürens Wirtschaftsförderer Heinz mannheims.
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Blick auf die Mauer der früheren Ford-Werke (heute Neapco). Auf der Fläche gegenüber der Automeile an der Stockheimer Landstraße könnten neue Gewerbeflächen entstehen. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Die Stadt Düren braucht in Zukunft neue Gewerbegebiete. Die vorhandenen Flächen sind „soweit alle verkauft“, sagt der Wirtschaftsförderer der Stadt Düren, Heinz Mannheims. „Wir haben in letzter Zeit die meisten Gewerbegebiete in der ganzen Region verkauft", sagt er auch noch und verweist auf das regionale Gewerbeflächenkonzept, das die Agit.

Wenn Heinz Mannheims sagt, Düren brauche in Zukunft neue Gewerbeflächen, dann meint er: Die Stadt benötigt schnell neue Grundstücke, auf denen sich Unternehmen ansiedeln können. Denn wenn eine Firma, erst Recht eine große, Interesse habe, sich anzusiedeln, dann müsse es schnell gehen. „Eine Stadt muss Aral vorhalten und sofort Angebote machen können.“

Da in den beiden großen Gewerbegebieten „Im Großen Tal“ und an der Automeile (Stockheimer Landstraße) nur noch wenige Flächen vorhanden sind, steht die Stadt unter Zugzwang. An der Stockheimer Landstraße etwa ist nur noch eine 1700 Quadratmeter große Fläche im Angebot. Das reicht gerade mal „für ein kleineres Handwerksunternehmen“, sagt Mannheims.

Gegenüber der Automeile, also dort, wo das Unternehmen Neapco liegt, gäbe es Flächen. Wirtschaftsförderer Mannheims hält das Gebiet auch deshalb „für sehr geeignet“, weil es nahe an der neuen B 56 liegen würde, der Ostumgehung um Düren. Das Land eignet sich aber auch, weil es nicht zu viele Eigentümer gibt. Da verhandele es sich leichter.

Diskutiert wird auch eine Fläche, die bei Arnoldsweiler liegt. Seit bekannt ist, dass der Bau des Containerterminals zunächst auf Eis liegt, rückt die Fläche wieder stärker in den Fokus. Der Containerbahnhof sollte in diesem Gebiet entstehen.

Doch bis Düren neue Flächen anbieten kann, fließt noch viel Wasser die Rur hinunter. Das liege zum einen an der recht dünnen Personaldecke in der Wirtschaftsförderung, sagt Mannheims, zum anderen an langen Planungszeiträumen. Bis ein Gebiet bebaut werden kann, vergehen viele Jahre. Gutachten zum Natur- oder Artenschutz müssten häufig in Auftrag gegeben werden, außerdem werden oft Flächennutzungs-, Regional- und Bebauungspläne geändert. Zudem gibt es Bürgeranhörungen, „und dann müssen natürlich die Haushaltsmittel für die Erschließung zur Verfügung stehen“, sagt Heinz Mannheims.

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