Gesamtschule Aldenhoven löst Protest in der Region aus

Von: oha
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Niederzier/Langerwehe. Die Bezirksregierung hat den Antrag der beiden Kommunen Aldenhoven und Linnich auf Einrichtung einer gemeinsamen Gesamtschule am Dienstag genehmigt. Pro Jahrgang werden fünf Parallelklassen zugelassen, Voraussetzung ist allerdings, dass 125 Anmeldungen gemeindeeigener Kinder vorgelegt werden können.

In den Gemeinden Langerwehe und Niederzier hat die Genehmigung aus Köln einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Beide Kommunen befürchten, dass die neue Schule den Gesamtschulen in Langerwehe und Niederzier Schüler entzieht. „Die Genehmigung ist pädagogisch völliger Unsinn“, schimpfte am Dienstag Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels. Im Schulentwicklungsplan des Kreises sei für Aldenhoven und Linnich eine Sekundarschule (bis Mittlere Reife) vorgeschlagen worden.

Das habe schon seinen Sinn gehabt. Die gymnasiale Oberstufe in der neuen Schule werde schon allein wegen sinkender Geburtenraten langfristig nicht gefüllt werden können. Die von Aldenhoven und Linnich behauptete Übergangsquote von Grundschülern zur Gesamtschule in Höhe von 70 Prozent sei illusorisch, sagt Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser.

„Ich hoffe, dass die Eltern der Grundschüler richtig informiert wurden.“ Am meisten betroffen sei die Stadt Jülich mit ihren weiterführenden Schulen. Sowohl Heuser als auch Göbbels schließen eine Klage vor dem Verwaltungsgericht gegen den Beschluss der Bezirksregierung nicht aus. Landrat Wolfgang Spelthahn hat die Auseinandersetzung bislang im Auftrag des Berufskollegs Jülich als Moderator begleitet. Ob das Kolleg den Klageweg beschreite, müsse die Schulkonferenz dort entscheiden.

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