Gesamtschule Aldenhoven/Linnich: Keine formelle Klage aus Niederzier

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Niederzier. Nach einer Sitzung des Schulverbandes Niederzier/Merzenich wird Gemeinde Niederzier nicht gegen die Genehmigung der heftig umstrittenen Gesamtschule Aldenhoven/Linnich durch die Bezirksregierung Köln klagen.

„Wir bleiben bei den mit dem Kreis Düren, der Stadt Jülich und den Gemeinden Langerwehe und Titz vorgebrachten pädagogischen Bedenken gegen die Schule“, betonte Bürgermeister Hermann Heuser am Dienstag auf Nachfrage, „schließen uns aber einer formellen Klage nicht an“.

Das entscheidende Argument lieferte der Rechtsbeistand der Gemeinde. Obwohl aktuell rund 300 Schüler aus dem Raum Jülich die Gesamtschule Niederzier/Merzenich besuchen, sei diese mit der Einrichtung der Gesamtschule Aldenhoven/Linnich nicht akut in ihrem Bestand gefährdet. „Eine Klage hat nur Aussicht auf Erfolg, wenn eine Bestandsgefährdung nachgewiesen werden kann“, erklärte Heuser. Dies sei aber nur in Jülich mit dem Mädchengymnasium und in Titz mit der Hauptschule der Fall. Deshalb wird neben Jülich wohl auch Titz Klage einreichen. Heuser unterstrich noch einmal, dass eine Gesamtschule Aldenhoven/Linnich mit drei Standorten und langen Wegen für die Kinder aus seiner Sicht alles andere als ideal sei.

„Wir setzen weiter auf den guten Ruf unserer Schule und das gute pädagogische Konzept“, betonte Heuser. Um die Gesamtschule Niederzier/Merzenich für die Zukunft weiter zu stärken und die Attraktivität zu erhöhen, hat der Schulverband auch einen weiteren Ausbau des Standorts Oberzier beschlossen. Noch in diesem Jahr soll für rund 350 000 Euro an der Mensa ein Lernzentrum angebaut werden, in dem 90 Schüler in Gruppen gemeinsam lernen können. Bislang mussten die Lerngruppen mit einem nur optisch abgegrenzten Bereich der Aula vorlieb nehmen, so dass ungestörtes Arbeiten nicht immer gewährleistet war.

Und auch die energetische Sanierung soll fortgesetzt werden. 2014 soll die Front in Oberzier für 400 000 Euro an moderne Standards angepasst werden.

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