Generali auf Abschiedstournee aus der Volleyball-Bundesliga

Von: Franz Sistemich
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Noch kein grünes Licht: Dürens Annahmespieler AJ Nally erhielt bis gestern kein Spielerlaubnis von den Ärzten. Deshalb dürfte der Außenangreifer auch heute gegen Generali Haching fehlen. Foto: Franz Sistemich

Düren. Volleyball-Bundesligist Generali Haching befindet sich auf seiner Abschiedstournee. Ende der Spielzeit 2013/2014, so lautet zumindest die offizielle Version, stellt der Spitzenclub seinen Spielbetrieb in der höchsten deutschen Klasse ein. Der Grund ist finanzieller Natur: Hauptsponsor Generali gibt nur noch in dieser Saison ein satten Geldbetrag.

In der kommenden Spielzeit gibt es keine Cent mehr vom Versicherungskonzern für die Volleyballer aus dem Vorort der bayerischen Hauptstadt München. Und mit weniger als zu den drei besten Teams in Deutschland zu gehören, wollen sich Trainer-Manager Mihai Paduretu und die anderen Verantwortlichen nicht zufrieden geben. Um Platz neun oder zehn zu spielen, nein, das wollen sie nicht.

Und so kann es sein, dass das Publikum in der Arena Kreis Düren am heutigen Samstag ab 19.30 Uhr die Volleyballer Hachings zum letzten Mal zu sehen bekommt. Die Zuschauer werden eine Mannschaft begutachten können, die, obwohl ihre Tage gezählt sind, auf höchstem Niveau spielt. Erst eine Partie in der Meisterschaftsrunde haben die Hachinger verloren.

Sie kassierten die Niederlage am ersten Spieltag gegen den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys. Seitdem eilen sie von Sieg zu Sieg. „Die spielen in der Tat einen ganz guten Stiefel“, stellt Michael Mücke nüchtern fest. Und das ist für den Trainer Evivos kein Wunder: „Paduretun hat ein junges ehrgeiziges Team zusammengestellt, dessen Spieler sich für kommende Vereine beweisen wollen. Da ist es kein Wunder, dass die Mannschaft mit ihren vielen deutschen und ausländischen Nationalspielern auf hohem Niveau daherkommt.“

Zum Beispiel in der Annahme: Die deutschen Auswahlakteure Ferdinand Tille (Libero) und Außenangreifer Sebastian Schwarz sorgen für Stabilität. Ihre Annahme verwertet der Kroate auf der Hachinger Stellerposition in ein effektives Zuspiel für seine Angreifer wie zum Beispiel Marcus Böhme. Außerdem verfügt Tsimafei Zhukouski über einen „Hammer-Aufschlag“, wie Michael Mücke feststellt.

Und so sagt Dürens Coach angesichts der Hachinger Siegesserie sowie der individuellen und mannschaftlichen Klasse weiter: „Gegen Haching müssen wir uns einiges einfallen lassen, um eine kleine Chance zu haben. Wir müssen uns beispielsweise eine Strategie überlegen, was wir machen, wenn Marcus Böhme angreift.“

Denn von der Angriffshöhe her und seiner -wucht spielt Böhme, sagt Mücke, in einer eigenen Liga. „Natürlich spielen die Qualität der Annahme und des Zuspiels immer eine wichtige Rolle, aber da tun sich Evivo und Haching nicht allzu viel. Deshalb kommt in der heutigen Partie besonders auf die Qualität des Blocks und der Angreifer an.“ Gegen CV Mitteldeutschland verfügte Düren mit Steven Hunt über den Unterschied. Der Außenangreifer war von den Mitteldeutschen bei Evivos 3:0 nicht zu stoppen.

In dieser Woche haben es die Dürener etwas ruhiger angehen lassen. Nur Montag und Mittwoch haben sie zweimal am Tag trainiert, an den übrigen Tagen nur eine Übungseinheit absolviert: „Die vergangenen Wochen haben doch eine gewisse Müdigkeit aufkommen lassen. Nun hatten die Spieler die Möglichkeit, wieder Kraft zu tanken.

Noch kein grünes Licht haben die Ärzte Dürens AJ Nally gegeben. Und so wird der Annahmespieler wohl auch gegen Haching fehlen.

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