Gemütliches Café statt Blechlawine

Von: Dietmar Engels
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Mit dem Fahrrad ins Open-Air-C
Mit dem Fahrrad ins Open-Air-Café auf dem Wirteltorplatz. Gestern war das im Rahmen der Aktion „In die Stadt ohne mein Auto” möglich. Viele machten von dem Angebot Gebrauch. Foto: Dietmar Engels

Düren. Mitten auf dem sonst vom Autoverkehr überschwemmten Wirteltorplatz gemütlich einen Kaffee trinken und ein Stück Kirschkuchen mit Streusel essen? Am Donnerstag war das möglich und viele machten davon Gebrauch. Die Aktion „In die Stadt ohne mein Auto” können die Organisatoren als Erfolg verbuchen.

Stefan Kesting, Agenda-Beauftragter der Stadt Düren und im Hauptjob als Bereichsleiter bei der Volkshochschule, war sehr zufrieden. „Diesmal haben weit mehr Gruppen als sonst mitgemacht und die Resonanz aus der Bevölkerung war ausgesprochen gut.”

Das „Agenda-Café” war nur eine von vielen Angeboten auf dem Wirteltorplatz. Kinder konnten sich auf einer Hüpfburg und bei einem Mitmachzirkus vergnügen, Dürener Fahrradhändler stellten ihr aktuelles Angebot mit Schwerpunkt auf den Elektrorädern vor, die Polizei kodierte Fahrräder, damit sie im Falle ein Diebstahls leichter wieder aufgefunden und dem rechtmäßigen Besitzer zugeordnet werden können.

Die Dürener Kreisbahn und die Rurtalbahn informierten über ihre Nahverkehrsangebote und verlosten Fahrscheine, die Stadtwerke boten Interessierten in Kooperation mit den „Rurflitzern” die Möglichkeit einen der modernen „Segway”-Roller auszuprobieren und der Straßenkünstler Malle-Balle sorgte auf seinem Einrad - zeitweise auch noch jonglierend - für verblüfftes Staunen und herzliches Lachen.

Veränderte Sichtweise

Auch konnte man generalüberholte gebrauchte Drahtesel bei Mitgliedern der Aktion „Dürener Sozialrad” erstehen oder auch vorläufig ausgediente Fahrräder abgeben. Diverse Naturschutzorganisationen waren mit Informationsständen vertreten.

Dass die Aktion diesmal so gut angekommen ist, führt Stefan Kesting auf eine veränderte Sichtweise zurück: „Angesichts der energiepolitischen Debatten denken mehr und mehr Menschen über Alternativen zum Auto nach. Hier können sie sich eingehend informieren und sich mit Gleichgesinnten austauschen.”
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