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Gemeinsam siegen, statt einzeln wegzulaufen

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Dürens Läufer Fahd Mellouk hat die Diskussion um die Fusion der Läufer mit ausgelöst. Foto: Guido Jansen

Düren. Wenn du was werden willst, dann musst du aus Düren weglaufen. So haben es die schnellsten Mittel- und Langstreckenläufer an der Rur schon immer gehalten.

Die Liste ist lang und enthält beispielsweise die Brüder Alain und Michael Wolf oder Fahd Mellouk. Sie alle gingen weg - meist in Richtung Bayer Leverkusen - um dort noch schneller zu werden. „Hier in Düren klappt das nicht”, sagte Michael Wolf schon vor über zehn Jahren.

Trainingsmöglichkeiten und geeignete Trainingspartner waren schon immer Mangelware. Möglicherweise ändert sich demnächst etwas daran. Denn die Langläufer aus dem Lagern von Düren 99 und des Dürener TV wollen sich zusammen tun. Seit dem Herbst trainieren etwa 50 Aktive beider Klubs gemeinsam. Derzeit überlegen sie, eine Leichtathletik-Gemeinschaft zu gründen, um in Zukunft ein starkes Team stellen zu können.

Den Stein ins Rollen gebracht hat einer der, der weggelaufen war. Fahd Mellouk hat vor zwei Jahren begonnen, Lauftraining für die Triathleten der 99er zu geben. „Das hat sich weiter entwickelt, weil auch viele, die nur laufen wollen, dazu gestoßen sind”, berichtete Udo Biege, der 2. Vorsitzende der 99er.

Im vergangenen Jahr hat André Kirch, ein weiterer schneller Mann, sein Amt als Lauftrainer beim DTV aufgegeben. Aus der Not geboren wurde die Idee der DTVer, mit den 99ern zusammen zu trainieren. Und jetzt besteht der Wunsch, bei Wettkämpfen für einen Verein anzutreten. Beide Seiten erhoffen sich, so zu einem Verein zu werden, der auch fortgeschrittenen Talenten eine Heimat bieten kann.

Beispielsweise der 17-jährigen Katharina Schmutzler von den 99ern, die Biege als großes Talent und Mit-Favoritin beim Dürener Stadtlauf am Sonntag bezeichnete. Gespräche hat es bereits gegeben. Das bestätigten Biege und Manfred Röhlich, der Geschäftsführer der DTV-Leichtathleten. Sympathie sei ebenfalls vorhanden. Jetzt komme es darauf an, im Dickicht des Vereinsrechtes einen gemeinsamen Weg zu finden.

Eine konkrete Lösung zeichnet sich derzeit noch nicht ab, da man laut Biege „bisher nur Vorgespräche geführt hat”. Zum Problem könnte die Tatsache werden, dass die Leichtathletik-Abteilung des DTV wesentlich mehr Sportarten umfasst als das Laufen über die lange Strecke. „Wir decken die gesamte Palette der Leichtathletik ab”, sagte Röhlich. Alleine schon beim Laufen gebe es große Unterschiede.

Franziska Braun (16) ist eines der größten Sprinttalente des Landes in ihrer Altersklasse. Davon, dass es aufgrund des Interesses der „Langtreter” zu einer Fusion der Abteilungen zu einer Leichtathletik-Gemeinschaft kommt, würde sie nicht profitieren. Im Februar will Röhlich das Thema auf der Mitgliederversammlung der DTV-Leichtathleten ansprechen.
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