„Gelacht und geweint“: Dem Tabuthema Tod anders begegnen

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Die Autorin Susann Pásztor aus Berlin ist ehrenamtlich als Sterbebegleiterin tätig. Foto: Sven Jungto

Nideggen. Mit Susann Pásztor kommt eine Autorin, die eine der ersten Lesungen für die Lit.Eifel gegeben hat. Im Oktober 2013 las sie auf Burg Blankenheim aus ihrem Roman „Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts“. In ihrem neuen Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ geht es um Sterbebegleitung.

Am Dienstag, 27. Juni, ab 19.30 Uhr, wird sie das Buch im Burgenmuseum, Kirchgasse 10, in Nideggen vorstellen. Wie begegnet man einer Frau, die höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat? Fred glaubt es zu wissen. Er ist alleinerziehender Vater und hat sich zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter ausbilden lassen, um seinem Leben mehr Sinn zu geben. Aber Karla, stark, spröde und eigensinnig, arrangiert sich schon selbst mit ihrem bevorstehenden Tod und möchte nur etwas menschliche Nähe – zu ihren Bedingungen.

Als Freds Versuch, sie mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen, scheitert, ist es nur noch Phil, sein 13-jähriger Sohn, der Karla besuchen darf, um ihre Konzertfotos zu archivieren. Dann trifft Hausmeister Klaffki in einer kritischen Situation die richtige Entscheidung und verhilft Fred zu einer zweiten Chance.

„An keiner Stelle wird dieses Buch pathetisch oder gar rührselig. Dieser Roman ist keiner, der Angst vorm Sterben macht. Im Gegenteil. Er macht Lust aufs Leben“, schreibt WDR-Moderatorin Christine Westermann in ihrer Rezension. Sie habe beim Lesen des Buches viel gelacht, und ja, auch ein paarmal geweint.

Susann Pásztor, 1957 in Soltau geboren, arbeitete bis Ende 40 als Redakteurin und Illustratorin und lebt jetzt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Ihr Debütroman „Ein fabelhafter Lügner“ erschien 2010. Die Ausbildung zur Sterbebegleiterin hat sie abgeschlossen.

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