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Gartenmöbelhersteller aus Jinhua plant Logistik-Zentrum

Von: Burkhard Giesen
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Düren. In Düsseldorf und Neuß hat es schon funktioniert. Von einer „Sogwirkung” spricht Helmut Göddertz. Die wünschen er, Dr. Josef Schaefer und Professor Dr. Herbert Schmidt sich auch für Düren.

„Homey” heißt das chinesische Unternehmen, das sich in Düren ansiedeln will. Das Unternehmen produziert Gartenmöbel und Markisen. „Hochmoderne” Produkte, wie Göddertz, Partnerschaftsbeauftragter der Stadt, betont. Bei China denkt man offenbar schnell an billige Massenware. Aber es geht auch anders, wie sich Göddertz und Schaefer noch im Januar vor Ort am Firmensitz überzeugt haben.

Und wenn alles bei dem Besuch noch einen Tick besser gelaufen wäre, hätten sie vermutlich schon die Verträge unterschrieben auf dem Schreibtisch liegen. Göddertz: „Die Entscheidung pro Düren ist gefallen. Wir waren uns bei einem Grundstück sogar schon einig.” Das Grundstück ist aber inzwischen verkauft, also muss ein neues gesucht werden. Und Schaefer, der Vorsitzender der Gesellschaft für deutsch-chinesische Wirtschaftsbeziehungen ist, scheint da auch schon fündig geworden zu sein.

„Homey” liefert schon jetzt für Baumärkte in Deutschland und Frankreich. In Düren wollen sie neben einem Logistik-Zentrum für Europa auch ein Reparaturzentrum und einen Schauraum errichten. Fünf bis zehn Arbeitsplätze könnten da entstehen, tippt Schaefer. Aber die stehen nicht so sehr im Vordergrund, sondern die Signalwirkung für andere chinesische Firmen. Und da wirbelt insbesondere Schaefer ganz kräftig.

„Ich bin zur Messe nach Köln eingeladen worden”, sagt er. „Da werden sich an diesem Wochenende bei der Eisenwarenmesse rund 60 Firmen aus Jinhua präsentieren.” Eine Chance, die man sich natürlich nicht entgehen lassen kann. 60 Broschüren auf chinesisch erstellen, alle Unternehmen ansprechen - das ist eine Menge Arbeit, die jetzt kurzfristig auf ihn zukommt.

Schaefer war es auch, der Sparkassenvorstand Schmidt mit ins Boot geholt hat. Schmidt kümmert sich mit um die Kontaktbüros, die in Jinhua und Düren entstehen sollen. Schmidt: „Es gibt schon jetzt Unternehmen aus Düren, die in China aktiv sind. Und es gibt eine Menge chinesischer Unternehmen, die bei uns Wiederhall finden.”

Genau für die will man vor Ort präsent sein, um Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen, die bei auftretenden Schwierigkeiten unkompliziert helfen können. Das Kontaktbüro in Düren wird bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises angesiedelt werden. Göddertz: „Das ist zwar eine städtische Partnerschaft, aber bei der Dimension ist es sinnvoll, eine Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Kreises einzugehen.”

Wann die Kontaktbüros nun endgültig eröffnet werden, ist noch nicht ganz klar. Bis zum Sommer sollen sie aber spätestens ihre Arbeit aufnehmen. Ein Problem der Stellenbesetzung ist es jedenfalls nicht. Die Akte, in der Dr. Schmidt die Bewerbungsunterlagen gesammelt hat, liegt griffbereit und ist gut gefüllt.
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