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Ganz Simonskall will eine Kapelle retten

Von: mv
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Hürtgenwald. Wegen seiner idyllischen Lage und seiner denkmalgeschützten Gebäude ist der kleine Ort Simonskall bei Vossenack ein touristisches Juwel. Dort weihte vor 75 Jahren , im Juni 1935, der damalige Aachener Bischof Dr. Josef Vogt die Kapelle „St. Mariä Himmelfahrt” ein. Dieses Jubiläum wird im Juli groß gefeiert.

Im Oktober 1930 hatte sich in dem Ort ein Kapellenbauverein gegründet Von diesem stammt die Idee, das Gebäude zu errichten. Das 2,18 Ar große Grundstück zur Kapelle schenkte Franz Scholl aus Simonskall der Kirchengemeinde Vossenack im April 1933. Von den Gesamtbaukosten von etwa 27.000 Reichsmark wurden seinerzeit über 20000 Reichsmark gespendet. Ein großer Förderer dieses Vereins war übrigens Carl Hamel, Verleger aus Düren.

200 Jahre lang, seit 1618, hatte zuvor die Eisenverhüttung den Ort Simonskall geprägt. Aber im 19. Jahrhundert beherrschte ausschließlich die Landwirtschaft dieses Gebiet, bis mit den Jahren, nach 1900, zunächst zögernd der Fremdenverkehr einsetzte, der Simonskall zu einem beliebten Ziel für die „Sommerfrische” werden ließ. Diese letztgenannten Angaben stammen aus dem Buch „Hürtgenwald, die Vergangenheit einer Eifelgemeinde”, das der Geschichtsverein Hürtgenwald 2008 herausgegeben hat.

Im Krieg, in den grauenhaften Kämpfen um den Hürtgenwald, muss die Kapelle arg zerstört worden sein. Jedenfalls erfolgte im Sommer 1959 die Wiederherstellung. Insbesondere wurden das Dach und der Turm repariert. 50 Jahre später, also in unseren Tagen, zeigt es sich, dass das Kapellendach vollständig saniert werden muss. Diese Anstrengungen will der kleine Ort auf sich nehmen. Bei einer Bürgerversammlung in Simonskall im Januar 2010 waren fast alle Simonskaller Familien anwesend. Sie haben sich klar dafür ausgesprochen, dass die Marienkapelle erhalten bleiben muss.

Im Jubiläumsjahr haben sich die Simonskaller vorgenommen, zusammen mit der Pfarrgemeinde St. Josef in Vossenack das für die Baumaßnahme nötige Geld aufzubringen. Geplant sind ein „Kapellenfest” und weitere Aktivitäten, bei denen Geld eingenommen werden soll. Außerdem kann ab sofort gespendet werden.
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