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Fußballcamp: Vom Bankdrücker zum Ass auf dem Platz

Von: Julian Loevenich
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Sie strahlen um die Wette: Nach dem Fußballcamp sind diese Jungs gewiss keine Bankdrücker mehr. Foto: Julian Loevenich

Düren. Heute wie vor 30 Jahren gibt es ein Phänomen, das sich durch Generationen von Sportkursen und Fußballvereinen zieht: Der selbstbewusste und sportliche Junge wählt den dicklichen, in seinen Augen sportlich minder begabten Mitstreiter als letztes von der Bank, um ihn direkt danach möglichst dorthin wieder zurück zu verweisen.

Ein „Fußballcamp für mögliche künftige Außenseiter”, oder auch kurz für „Bankdrücker”, gegründet von Florian Blaschyk, nimmt genau diese Kinder in den Fokus, die normal als potenzielle Kandidaten für die Bank abgestempelt werden. Blaschyk absolviert zurzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Fußballverband Mittelrhein.

In dem einwöchigen, komplett kostenlosen Trainingslager, das vom Kreissportbund, dem Fußballkreis Düren sowie der Stiftung „Jugend und Sport” unterstützt wird, ging es darum, die 26 in Vereinen spielenden Jungen und Mädchen zu stärken und zu motivieren. Zusammen mit Fabian Jopek und Sandro Bergs erstellte Florian Blaschyk daher verschiedenste Trainingseinheiten.

„Wir haben Geschwindigkeitsmessungen gemacht, der schnellste war Kevin!”, sagt Kai Schmitz und ist dabei noch immer sichtlich von der besonderen Trainingseinheit begeistert.

Es sind die besonderen Sachen, zu denen auch die Schusskraftmessung oder Rugby zählen, welche den Kindern Motivation und Lust an der Bewegung geben, eben ganz ohne die sonst oft zu hörenden verbalen Seitenhieb.

Kontrolle über den Körper, bessere Ausdauer und die Stärkung motorischer Fähigkeiten waren die physischen Aspekte, „die den Kindern mehr Selbstbewusstsein gegeben haben”, erklärt Blaschyk den Erfolg seiner Arbeit. Dass für den Sportler aber auch eine gesunde und solide Ernährung wichtig ist, weiß Florian Blaschyk. Also setzt er auch hier an, auch wenn er weiß, dass Gemüse und Obst neben Schokolade und Süßem schwache Mitstreiter bei der Ernährung sind und in Kinderaugen meist weniger schmackhaft.

Tipps zur Ernährung

Seine Aufklärungsarbeit hat allerdings im wahrsten Sinne des Wortes Früchte getragen. „Ich weiß nur, dass es lecker war”, ruft einer der Jungen und bestätigt damit die Überzeugungsarbeit, die Florian Blaschyk leistet. Er ist sich seiner Verantwortung für die Kinder bewusst, daher hat er sowohl für den Nachwuchs, als auch für die Eltern die entsprechenden Ernährungsinformationen erstellt und verteilt.

Für die kleinen Sportler ist das Camp jedenfalls eine wichtige, prägende Woche gewesen, die ihnen gezeigt hat, dass Sport für jeden zugänglich ist. Und zum Abschluss gab es dann auch noch ein kleines Geschenk: für jeden Teilnehmer gab es ein Trikot seines Lieblingsvereins.
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