Fusion vor dem Ende

Von: Guido Jansen
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Düren. Elf Jahre nach Gründung der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Düren-Gürzenich ist Schluss. Düren 99 und der Gürzenicher TV, die ihre Kräfte bisher unter dem Namen HSG vereint hatten, gehen bald wieder getrennte Wege.

Ende der vergangenen Woche unterzeichneten die Vertreter der beiden Vereine den Auflösungsvertrag.

In gut sechs Wochen läuft die Zusammenarbeit im Jugendbereich aus, Ende Mai ist dann auch bei den Senioren Schluss. Über die Gründe der Trennung wollten die Vertreter beide Vereine keine Angaben machen. „Es hat Unstimmigkeiten gegeben. Aber die bleiben intern”, sagt Günter Zalewski, vom Gürzenicher TV. „Die Trennung kommt von unserer Seite aus”, so Zalewski weiter. Helmut Valter aus dem Handball-Vorstand der 99er betont, dass den Vertretern seines Vereins auch jetzt keine Gründe bekannt seien, die die Gürzenicher zur Trennung bewogen haben könnten. Laut Zalewski hat es unterschiedliche Meinungen über die Ausrichtung der Jugendarbeit gegeben. Die 99er würden hier zu leistungsorientiert vorgehen.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Grund ist”, sagt Valter. Die 99er behalten das Spielrecht der 1. Mannschaft der HSG. Die steckt in der Landesliga tief im Abstiegskampf. Die Gürzenicher müssen in einer tieferen Klasse anfangen. Das sieht die Spielordnung als Konsequenz für den Verein vor, der das Auflösen eines Spielgemeinschaft anstrebt. Sollte der Klassenerhalt nicht gelingen, dann spielen die 99er in der kommenden Saison in der Kreisliga und die Gürzenicher in der Kreisklasse.

Das Auflösen der HSG ist möglich, da eine Spielgemeinschaft keinen Vereins-Status hat. Nach dem Ende der HSG kehren die Akteure automatisch zu ihrem Heimatverein zurück. In den Lagern beider Klubs geht man davon aus, dass sie künftig jeweils zwei Senioren-Mannschaften stellen werden. Die Jugendmannschaften werden zum größten Teil bei den 99er bleiben, da die meisten Nachwuchsspieler auch aus dem Verein stammen. Schärfer geworden ist der Umgangston.

Trainer René Schmidt hat aus der noch gemeinsamen 1. Herren-Mannschaft sieben Spieler aussortiert. „Wenn der Trainer merkt, dass der Einsatz nicht stimmt, kann er Spieler aussortieren”, sagt Zalewski. Helmut Valter sieht andere Gründe. Sechs der sieben Spieler stammen aus Reihen der 99er, der siebte wolle von Gürzenich zu den 99ern wechseln. „Da wird schon der Neuaufbau der Gürzenicher Mannschaft betrieben. Und das alles unter dem gemeinsamen Namen der HSG”, so Valter.

Ungeachtet dieser Entwicklung betonten die Beteiligten, die auslaufende Zusammenarbeit der Vereine einvernehmlich beenden zu wollen.
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