Düren - Fulminante Klänge gepaart mit zarten Tonmalereien

Fulminante Klänge gepaart mit zarten Tonmalereien

Von: gkli
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Das Heeresmusikkorps aus Koblenz unter Leitung von Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe begeisterte am Freitagabend im Haus der Stadt mehr als 500 Besucher. Foto: gkli

Düren. Zum 45. Mal gastierte mit dem Heeresmusikkorps aus Koblenz ein Orchester der Bundeswehr am Freitagabend in Düren. Der Konzertsaal im Haus der Stadt war mit über 500 Besuchern ausverkauft.

Zum ersten Mal allerdings stand eine Frau in Düren einem Bundeswehrorchester vor: Alexandra Schütz-Knospe. Die studierte Pianistin hat den Taktstock vom gebürtigen Dürener Robert Kuckertz übernommen.

Der berühmte Komponist Richard Strauss wurde vor 150 Jahren in München geboren, aus diesem Grund sind seine Werke derzeit vermehrt im Repertoire diverser Orchester enthalten. Auch das Koblenzer Heeresmusikkorps widmete einen Programmbaustein dem Tondichter. „Walzer aus dem Rosenkavalier“ lautete die Überschrift des Potpourris, den die Instrumentalisten gekonnt und tänzerisch präsentierten.

In der Oper „Der Rosenkavalier“ geht es um eine verzwickte Dreiecksbeziehung mit Happy End im Wien Mitte des 18. Jahrhunderts. Die raffinierte Musik war den Akteuren des Heeresmusikkorps wie auf den Leib geschrieben.

Alexandra Schütz-Knospe hielt die musikalischen Fäden fest in der Hand, zudem führte sie zwischen den Werken moderierend durch das Programm. Der Walzer-Glückseligkeit ging die hochanspruchsvolle Ouvertüre zur Oper „Egmont“, komponiert von Ludwig van Beethoven, voraus. Fulminante Klänge im Wechsel mit zarten Tonmalereien hielten das Publikum in Atem.

Für einen ersten Begeisterungssturm sorgte Feldwebel Julien Miehe. Der Posaunist trat als Solist im Konzert für Posaune und Blasorchester auf, das der russische Tonmeister Nikolai Rimski-Korsakow 1878 geschrieben hat. Virtuos spielte Miehe die Zugposaune, glänzte mit Kadenz artigen Phrasen und rasch wechselnden Intervallen. Als weitere Solisten empfahlen sich Oberstabsfeldwebel Jürgen Bieker und Oberfeldwebel Florian Hört.

Im Verlaufe des Abends bewies das Vorzeigeorchester aus Koblenz mit Werken und Arrangements wie etwa „Amazing Grace“, dem „Fehrbelliner Reitermarsch“, einem Zusammenschnitt von Melodien aus „Phantom der Oper“ und „The Best of Earth, Wind and Fire“, dass es jedem Musikstil absolut gewachsen ist. Die Zuschauer waren rundum begeistert und applaudierten Minuten lang. Der Erlös des Konzerts, das die Stadt in Kooperation mit dem Nörvenicher „Boelcke“-Geschwader initiierte, kommt dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge und dem Projekt „Gegen Kinderarmut“ der Stadt Düren zugute.

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