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Für Evivo von New York nach Düren: Warum?

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Sind davon überzeugt, dass Düren bestes Volleyball-Pflaster ist: Erik Mattson, Steven Hunt, Ciaran Mc Govern, Evan Barry und AJ Nally. Die fünf Sportler sind alles aus Nordamerika an die Rur gekommen. In ihrer Heimat hat Volleyball nicht so einen hohen Stellenwert wie in Deutschland. Foto: Sandra Kinkel, Guido Jansen
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Matthias Pompe ist vom französischen Erstligisten Ajaccio zu Evivo Düren gewechselt.

Düren. „Evivo hat einfach einen sehr guten Ruf. Und auch sehr gute Kontakte. Das war für mich einer der Gründe, hier spielen zu wollen.“ Matthias Pompe ist 29 Jahre alt und vor einem Monat Vater eines kleinen Sohnes geworden. Der Außenangreifer ist einer von acht neuen Spielern, die Evivo für die nächste Saison verpflichtet hat. Warum ist Düren für Volleyball-Profis offenbar so ein interessantes Pflaster?

Fünf der Neuzugänge stammen aus Nordamerika, drei aus Kanada, zwei aus den USA. Warum verlegen Männer wie AJ Nally ihren Lebensmittelpunkt freiwillig von New York an die Rur? Für Trainer Michael Mücke ist eine Antwort auf diese Frage schnell gefunden. „Düren ist für die Nordamerikaner ein guter Start, um in Europa professionell Volleyball zu spielen. In Amerika gibt es nämlich keine Profi-Volleyball-Ligen.“

„Bei uns“, ergänzt Erik Mattson, der aus Toronto in die Rurstadt gekommen ist, „gibt es nur Universitätsligen. Und es ist überhaupt so, dass Volleyball erst langsam populärer wird.“

Erik Mattson, Steven Hunt, Evan Barry, AJ Nally und Ciaran McGovern sind alle erst seit wenigen Tagen in Düren, sie sind alle zum ersten Mal in ihrem Leben in Deutschland. „Aber ich habe mit Blair Bann über Evivo gesprochen“, sagt Steven Hunt, der auch aus Toronto stammt. „Und der hat mir nur das Beste von Düren erzählt. Und das hat sich bisher alles auch bestätigt.“

Wenn die Nordamerikaner die Vorzüge des Dürener Clubs aufzählen, dann fallen Begriffe wie regelmäßige Gehaltszahlungen und viel Unterstützung im Alltag. „Düren ist eine großartige Volleyballgemeinde“, sagt Evan Barry aus San Diego. „Die Fans sollen fantastisch sein, die Leidenschaft für den Volleyball groß. Ich bin schon total gespannt auf unser erstes Spiel.“

Für Matthias Pompe, der zuletzt in Ajaccio auf Korsika gespielt und in Rottenburg seinen ersten Wohnsitz hatte, spielen noch andere Dinge eine wichtige Rolle. „Ich bin junger Familienvater. Für mich war es wichtig, einen Zwei-Jahres-Vertrag zu bekommen. Das gibt mir einfach mehr Sicherheit.“ Außerdem, so Pompe weiter, sei Evivo ein Club, der seinen Spielern oft auch eine Perspektive für die Zeit nach dem Sport bieten würde. „Das ist im Augenblick für mich noch kein Thema“, sagt er. „Aber es gibt einem einfach ein gutes Gefühl.“ Genau wie die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich unermüdlich dafür einsetzen würden, dass es den Spielern an nichts fehlt. Pompe: „Die geben hier richtig Gas. Das ist schon Wahnsinn.“

Die fünf Nordamerikaner haben sich in Düren schon einigermaßen gut eingelebt, alle wohnen direkt in der Innenstadt. Die komplett eingerichteten Wohnungen hat der Verein zur Verfügung gestellt. Das Internet funktionierte sofort. Ein weiterer Pluspunkt für Düren. Steva Hunt: „Der Verein ist enorm professionell. In Lamia in Griechenland hat es über einen Monat gedauert, bis alles funktioniert hat.“

„Düren ist irgendwie süß“, schmunzelt AJ Nally. „Es ist alles so klein hier, Vor allem die Geschäfte. Aber die Leute sind nett.“ „Die Kommunikation ist manchmal schwierig“, ergänzt Steve Hunt. „Manche Leute können doch nicht so gut Englisch. Aber ich hoffe, dass wir demnächst Deutschstunden bekommen.“

Bei rund 25 Stunden Training pro Woche ist dafür im Augenblick kaum Zeit. „Im Moment“, sagt AJ Nally, „gibt es nur Training, Essen und Relaxen. In unserer Freizeit machen wir meistens Computerspiele.“

Klar, dass die Sportler sich auch schon in der Stadt umgesehen haben. „Es gibt amerikanisches Fastfood“, sagt Steven Hunt. „Aber das ist ja für uns tabu. Und Euren Club, die Endart, haben wir auch schon kennengelernt. Ich glaube, ich kann mich in Düren wohlfühlen.“

Soweit ist Matthias Pompe noch nicht. Er ist gerade erst mit Frau und Söhnchen umgezogen. „Ich kann sagen, dass ich mich sportlich sehr wohl fühle“, sagt er. „Aber mehr im Augenblick auch noch nicht.

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