Radarfallen Blitzen Freisteller

Für „Düren leuchtet“ zieht der Handel an einem Strang

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:
Ulf Minatz (rechts) und Norbert Wolf
„Die Händler müssen sich kundengerecht präsentieren“, sagen Ulf Minatz (rechts) und Norbert Wolf. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Tausende Menschen, die Samstagabend kommen, Tausende Euro, die das Ganze kostet: Die Rede ist von „Düren leuchtet“. Ulf Minartz, Vorstandmitglied der IG City und Einzelhändler, sowie Norbert Wolf vom gleichnamigen Geschäft in der Innenstadt sehen die mittlerweile über Dürens Grenzen hinaus bekannte Veranstaltung als „gemeinsames Marketing für den Standort Düren“.

„Die Händler müssen sich kundengerecht präsentieren“, sagt Wolf, „wir müssen ihnen die Stadt schmackhaft machen.“ Deshalb haben er und Ulf Minartz sich auch vor Monaten auf den Weg gemacht, um der achten Auflage von „Düren leuchtet“ einen neuen Programmpunkt hinzuzufügen.

An drei Stellen in der City wird es große Licht-/Wasserspiele geben, untermalt mit Musik. Zum einen auf dem Marktplatz, außerdem an der Ecke Kölnstraße/Wirtelstraße und im Bereich Markt/Pletzergasse. „Das wird ein Highlight“, sagt Ulf Minartz. Und das ist es, was beide auch unter dem Stichwort Marketing zusammenfassen – wie alle anderen Aktionen dieses Abends auch. Es sei gelungen, die großen und kleineren Geschäfte endlich in ein Boot zu holen, jedenfalls deutlich mehr als in früheren Jahren. Der Handel finanziert „Düren leuchtet“, sorgt also für die Beleuchtung in den Straßen und auf den Plätzen. Wieder sind auch zahlreiche Gebäude farbig angestrahlt. Viele Geschäfte öffnen bis Mitternacht.

Kleiner und großer Handel in Düren hätten sich abgestimmt und gemeinsam entschieden, berichten Minartz und Wolf. Die Zahl der Geschäfte, die sich an der Finanzierung beteiligen, steige zwar, es gebe aber noch Luft nach oben, insbesondere bei einigen Filialisten, wie die beiden Einzelhändler sagen.

Dabei sei es wichtiger denn je, sich um die Kunden zu kümmern. Düren habe ein Sicherheitsproblem, das durch zusätzliche Ordnungskräfte entzerrt werden soll. Aggressive Bettler und Ladendiebe machten es dem Handel in Düren mitunter schwer. Das sei nicht gut für den Ruf der Stadt. Das Rathaus hat - wie berichtet - einige Sicherheitskräfte neu eingestellt, ihre Anwesenheit zeige auch schon erste Erfolge. Spürbar sei auch eine Konkurrenz durch den Internethandel, aber nicht „extrem ausgeprägt“, wie Norbert Wolf sagt.

Dennoch startet der Dürener Handel Anfang kommenden Jahres eine Marketing-Aktion, bei der mit lebensgroßen Aufstellern, die Persönlichkeiten aus Düren zeigen, auf „unsere Vorzüge aufmerksam gemacht wird“. So sollen plakative Sprüche wie „Bei uns brauchen Sie keinen Virenschutz“ oder „Bei uns ist es nicht nötig, Daten zu hinterlassen“ zum Nachdenken anregen. „Wir richten uns nicht gegen das Internet“, sagen Minartz und Wolf, „wie wollen nur Gedankenanstöße liefern“.

Dass die Qualität der Geschäfte an der einen oder anderen Stelle in der City „besser sein könnte“, verhehlen Wolf und Minartz nicht. Sie setzen auch auf den Masterplan, der mit verschiedenen Maßnahmen hochwertigen Handel anziehen soll. Kein Verständnis haben die beiden für eine Forderung der „Ampel“-Koalition, die Verbraucherberatung in einem Büro der Weierstraße mit unterzubringen – „ausgerechnet dort, wo die Sicherheitsleute ihre Anlaufstelle für die Bürger haben“, so Ulf Minartz.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert