Niederzier - Fünf Millionen Euro für 2. Gleis

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Fünf Millionen Euro für 2. Gleis

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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Der Bahnsteig in Huchem-Stammeln wird erweitert. Fünf Millionen Euro werden insgesamt investiert.

Niederzier. Die Rurtalbahn wird ein zweites Gleis am Bahnhof Huchem-Stammeln verlegen. Damit soll die Taktzeit auf der Strecke Düren-Jülich deutlich verkürzt werden. Nur so sind die neuen Vorgaben der Deutschen Bahn für den Anschluss an die überregionalen Züge ab Düren zu erfüllen.

Für das Projekt sind fünf Millionen Euro veranschlagt. Erst vor rund sieben Jahren hatte die Rurtalbahn das zweite Gleis in Huchem-Stammeln heraus gerissen. Man hatte keine Notwendigkeit mehr für den Ausweichpunkt am früheren Bahnhof gesehen. „Die Unterhaltung der Weichen war zu teuer”, nennt Diplom-Ingenieur Christoph Göddecke rückblickend einen Grund für die Entfernung.

Doch heute bietet sich eine völlig neue Situation. Ab dem Fahrplanwechsel 2010/11 wird es einen veränderten Takt vieler überregionaler Züge in Europa geben.

Damit verändern sich auch die Haltezeiten für die Züge der Deutschen Bahn am Dürener Bahnhof. Entsprechend muss die Rurtalbahn ihre Pendler-Kundschaft zu anderen Zeiten in Düren abliefern. Hinzu komme, so Göddecke, dass die Wechselzeiten von Zug zu Zug ausgeweitet werden sollen. Soll heißen: Derzeit muss ein Passagier mindestens drei Minuten Zeit haben, um von einem Zug in den anderen umzusteigen. Künftig werden es vier Minuten sein.

Muss der Reisende auch noch treppauf, treppab zu einem anderen Bahnsteig spurten, sollen ihm fünf Minuten eingeräumt werden. Das bedeutet aber, dass die Rurtalbahn früher in Düren eintreffen muss, damit der Anschluss gelingt.

Da genügt der bisherige einzige Kreuzungspunkt auf der Strecke Jülich-Düren in Krauthausen nicht. Da kein Gegenverkehr möglich ist, muss der RegioSprinter aus Jülich heute noch in Krauthausen warten, bis der Zug aus Düren nach 12 Minuten Fahrtzeit eintrifft. Erst dann kann er seine Fahrt fortsetzen.

Umgekehrt kann der Zug in Düren erst losfahren, wenn sein Pendant aus Jülich fast in Krauthausen ist. Mit einem zweiten Gleis in Huchem-Stammeln wird sich die Zeitspanne für die Tour zwischen Düren und Jülich von 24,5 auf 14 Minuten verringern. Dies sei auch mittelfristig von Bedeutung, wenn einmal die Züge der Euregiobahn von Stolberg oder Heerlen über Langerwehe und Düren bis Linnich durchfahren werden.

Geplant sei, so Göddecke, das neue Parallelgleis in Huchem-Stammeln auf einer Länge von zwei Kilometern zu verlegen. Im Bereich des Bahnhofes Huchem-Stammeln soll ein etwa 120 Meter langer Mittelbahnsteig angelegt werden. Der 2007 gebaute Fußgängerüberweg wird dann durch eine Schranke gesichert. Die vorhandenen Schrankensysteme an der Straße werden zugleich modernisiert.

Bis Ende 2010 soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Den Anwohnern werde man das Projekt demnächst noch einmal bei einem Ortstermin erläutern, verspricht Göddecke.
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