Düren - Frühlingserwachen in Düren bei 20 Grad

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Frühlingserwachen in Düren bei 20 Grad

Von: Sandra Kinkel
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Gerhard Bliersbach freut sich auf den Frühling. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Heute, ja heute ist es endlich soweit. Wenn man den Meteorologen glauben kann, kommt heute endlich der Frühling, der ja kalendarisch schon mehr als eine Woche überfällig ist. Die Temperaturen sollen auf etwa 20 Grad klettern.

„Dann können die Menschen wieder aufleben und durchleben”, erklärt Gerhard Bliersbach, 63, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut an der LVR-Klinik in Düren.

Zwar, so Bliersbach weiter, seien die Menschen heutzutage nicht mehr so sehr an die alten Lebensrhythmen gewohnt wie früher, dennoch sei der Winter immer noch die Phase des Rückzugs, in der man sich überwiegend in den eigenen vier Wänden aufhält. „Der Lebensradius ist in den Wintermonaten beschränkt”, so der Psychologe. „Und das haben die Menschen nicht gerne. Deswegen freuen sie sich so sehr auf den Frühling. Der steht für Hoffnung, Wiedergeburt, neue Lebenspläne. Und natürlich ist auch die Wärme herrlich.”

Die Menschen seien einfach ungern von den Jahreszeiten oder natürlichen Begebenheiten abhängig. „Deswegen leben viele ab und an auch gegen natürliche Rhythmen. Das heißt sie machen die Nacht zum Tag oder fliegen im Winter in den Süden.”

Mit dem Frühling nehme die Beweglich- und Geselligkeit der Leute wieder zu, man gehe wieder mehr raus und stelle sich auch selbst ganz anders dar. „Daher kommen dann auch unsere Frühlingsgefühle”, schmunzelt Bliersbach. „Unsere sexuellen Wünsche sind so wie ein Pflänzchen in der Natur, das auch im Frühjahr wieder auflebt.”

Trotzdem kann Gerhard Bliersbach auch den grauen Tagen noch einige positiven Seiten abgewinnen. „Unangenehme Dinge wie Aufräumen oder das Anfertigen der Steuererklärung kann man dann machen, damit man das erledigt hat, wenn das Wetter endlich besser wird.” Und einfach überhaupt intensiver leben. „Sich mit sich selbst beschäftigen. Lesen, Nachdenken. Ständig unterwegs zu sein bedeutet auch in gewisser Weise, vor sich selbst weglaufen. Und das sollte man nicht tun.”
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