Düren - Frühjahrsputz-Aktion: Düren ist jetzt für kurze Zeit sauber

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Frühjahrsputz-Aktion: Düren ist jetzt für kurze Zeit sauber

Von: jan
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Auch diese beiden jungen Helfer sorgten am Wochenende dafür, dass die Stadt Düren ein kleines Stückchen sauberer wird. Foto: Guido Jansen

Düren. „Dat durt net lang. Dann sitt datt hee widder esu us!” Jochen Weinhold aus Düren kennt die Situation nur zu gut. Jedes Jahr beteiligen sich Weinhold und die anderen Mitglieder der Hundefreude Düren am großen Frühjahrsputz in der Stadt. Und ein Jahr später liegt wieder jede Menge Müll in Dürens Büschen und Straßengräben.

Eine der besonders schmutzigen Ecken ist der Rurdammweg am Rande des Annakirmes-Platzes. „Schauen Sie sich mal an, wie viel wir hier schon gesammelt haben”, sagt Weinholds Mitstreiterin Ute Güster und verweist auf den Berg an blauen Müllsäcken, der sich am Rand des Annakirmesplatzes auftürmt.

Die Hundefreude haben einen Vormittag alle Hände voll zu tun, wenn sie den Platz und den Rurdammweg nur einigermaßen sauber machen wollen. Dass die Gegend um ihren Sportplatz wieder zugemüllt wird, können sie nicht verhindern. Jochen Weinhold, der nach eigener Aussage mindestens seit zehn Jahren mit aufräumt, weiß, wovon er spricht.

Trotzdem gab es Positives zu berichten vom 13. Frühjahrsputz, zu dem die Dürener Service-Betriebe (DSB) aufgerufen hatten. Denn so sauber wie dieser Tage dürfte die Rur-Metropole schon lange nicht mehr gewesen sein. „Wir hatten so viele Teilnehmer wie noch nie”, sagt DSB-Sprecher Peter Nürnberg. 1100 Menschen haben laut Nürnberg mit angepackt, um Düren ein Stück weit sauberer zu machen. Rekord!

Und die Müll-Menge nimmt ab. In den ersten Jahren der Aktion kamen jedes Jahr etwa fünf Tonnen an wild entsorgtem Unrat zusammen. Zuletzt waren es nur noch zwei. Die genauen Zahlen der jüngsten Aktion liegen noch nicht vor.

„Die Bürger sind viel sensibler für das Thema geworden”, so Nürnberg. Viel häufiger werden Müll-Sünder gemeldet und vom Ordnungsamt bestraft. Dass der Frühjahrsputz jetzt von so vielen Menschen unterstützt wurde, zeige laut Nürnberger, dass die Dürener ein Interesse an einer sauberen Umwelt haben.

Auch die Dürener Schulen machten mit. Das Wirteltor-Gymnasium, die Pesch- und die Südschule haben ihre Schüler auf Müllsuche geschickt. Sauber sind jetzt auch die Parks im Stadtgebiet. Aufräumtrupps gab es zudem beispielsweise in Birgel, Arnoldsweiler oder Kufferath. Das verstärkte Aufpassen der Bürger in der Innenstadt bewirkt auch, dass die Müllsünder ihre Abfälle jetzt in den unbeobachteten Randgebieten entsorgen.

„Das ist ein Problem”, so Nürnberg. Ute Güster wohnt in Kreuzau und kann das bestätigen. Häufig befährt sie die Kreisstraße 27, die von Kreuzau über Gürzenich nach Langerwehe führt. „Da sieht es aus wie Sau”, berichtete die Hundefreundin in drastischen Worten.

Wenig appetitlich ist das, was weggeworfen wird, oftmals. So verrichten in der Umgebung des Annakirmesplatzes Kampierende oft ihr großes Geschäft in den Büschen. Weitere Fundstücke: Eine 20 Meter lange Plane, Kühlschränke und Waschbecken. Die frischesten Spuren sind die Überreste von Trink- und Grill-Gelagen, die mit den wärmer werdenden Temperaturen zuletzt wieder in den Parks begonnen haben.
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