Heimbach-Hasenfeld - Frühjahrsausstellung kann sich sehen lassen

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Frühjahrsausstellung kann sich sehen lassen

Von: Anneliese Lauscher
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Brigitta Zeumer wurde mit Blumen beschenkt. Neben ihr die Galeristin Friederike Dorsel, rechts Dr. Dorothea Eimert. Foto: Anneliese Lauscher

Heimbach-Hasenfeld. Im Hause Dorsel hat die Kunst wieder einen breiten Raum eingenommen; Friederike Dorsel eröffnete am Sonntag ihre Frühjahrsausstellung in ihrem Haus in den Wingerten in Hasenfeld.

Für die Begrüßungsworte und ein wunderschönes Oboenspiel hatten sich die vielen Gäste draußen eingefunden. Dr. Dorothea Eimert, die ehemalige Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums, hob aus der Gruppe der ausstellenden Künstler drei heraus: Hiltrud Schieffer, die in sehr innovativer Weise dem Werkmaterial Glas auf der Spur sei.

Dr. Eimert erinnerte daran, dass es um die Glasherstellung von jeher geheimnisvoll zugegangen sei, dass es den Glasbläsern der Murano-Insel verboten war, diesen Ort zu verlassen, damit das Geheimnis gewahrt bliebe. Mystisch wirken auch die Glasobjekte von Hiltrud Schieffer auf den Betrachter.

Elegante Skulpturen

Den Plastiken von Marion Grawatsch widmete die Rednerin ebenfalls erhöhte Aufmerksamkeit. Die Skulpturen aus Stein, Marmor und Bronze wiesen eine große Eleganz auf und vermittelten trotz ihrer Reduziertheit eine sehr einnehmende Aura. Das Highlight der Ausstellung seien aber ohne Zweifel die Bilder von Brigitta Zeumer. „Es ist erstaunlich, was Frauen schaffen”, meinte Dr. Eimert, und Friederike Dorsel spendete ihr spontan Applaus.

Über 200 Einzelausstellungen haben Brigitta Zeumer bekannt gemacht; ihre Arbeiten waren in Japan, Taiwan, Hongkong und China zu sehen. Einen Ausdruck der Harmonie und Stille vermitteln ihre Aquarelle. „Gelegentlich explodiert ein Farbklecks, Spannungsmomente bauen sich auf”, damit wies Dr. Eimert auf die Tuschezeichnungen und Grafiken hin.

Josef Cremers entlockte der Oboe sinnlich-träumerische Melodien.„Einfachheit” hieß ein Stück aus China, das die Zuhörer genossen, während ein von Helga Pohlen gestalteter Brunnen mit seinem leisen Plätschern die Melodie ergänzte.

Dann wurde es Zeit, die Innenräume aufzusuchen, weil der Mairegen wieder einsetzte. Für die Fülle und Vielseitigkeit der ausgestellten Arbeiten sollte man Muße haben. Ausgefallene Schmuckideen verwirklichten Jutta Arndt und Torsten Trautvetter. Neue Wege geht Erhard Wingels mit seinen Foto-Objekten: „Sheepwave” nennt er das Motiv einer Schafherde, das er digital auf Edelstahl gedruckt hat. Und Christine Wingels zeigt Unikate der Textilkunst, einzigartige, tragbare Modelle für Damen und Herren. „Jedes Teil muss seinen Menschentypen treffen”, sagt sie.

Voller Farbe und Dynamik

Zweifellos werden die Glasobjekte von Hiltrud Schieffer in den nächsten Tagen alle Blicke auf sich ziehen, wie beispielsweise die „Feuerblume”, ein lodernder Körper, der sich in nach oben züngelnde Flammen verjüngt, eine Darstellung des Elements voller Farbe und Dynamik. Und man kommt nicht an den Skulpturen von Marion Grawatsch vorbei; man möchte die Oberfläche betasten, die unterschiedliche Beschaffenheit des Materials erkunden. Fesseln werden den Besucher die einzigartigen Aquarelle von Brigitta Zeumer, „Gläserner See” zum Beispiel, der in seiner Zartheit und Stille zum Nähertreten lockt und den Betrachter ganz allmählich die filigranen Linien der Pflanzen am Ufer entdecken lässt.

Bis zum 13. Juni sind die Interessenten eingeladen, täglich ist die Galerie Dorsel von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr geöffnet, sonnabends und sonntags durchgehend.
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