Düren - Frost weicht, damit beginnen Probleme

Frost weicht, damit beginnen Probleme

Von: oha
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Düren. Das Bibbern hat ein Ende. Temperaturen von 20 Grad Minus und kälter gehören seit Montag vorläufig der Vergangenheit an.

Laut Wetterbericht wird das Thermometer am Dienstag auf mindestens 4 Grad steigen. Nur in der Eifel bleibt die Gefahr von Straßenglätte.

Im Dürener Servicebetrieb (DSB) atmen die Helfer jetzt erst einmal kräftig durch. Zehn Tage lang waren sie fast pausenlos im Einsatz, um den Straßenverkehr trotz Eis und Schnee aufrecht zu erhalten.

„Rund 200 Tonnen Salz wurden zum Freihalten des Asphalts verstreut”, berichtet Rainer Schubert vom DSB. Mehr als doppelt so viel wie Anfang 2008. „Im vorigen Winter musste der Streuwagen nur in einzelnen Nächten raus”, so Schubert.

Auch in den Braunkohletagebauen kann man jetzt so langsam zum Normalbetrieb zurückkehren. Die Nachfrage nach Strom durch Industrie und Privathaushalte war zuletzt deutlich gestiegen. Zugleich war es eine schwierige Aufgabe, die Kohletransportbänder und das Motoröl in den Baggern einsatzfähig und die Wasserleitungen zum Kühlsystem des Kraftwerks eisfrei zu halten. „Der Dauerfrost erforderte von den Mitarbeitern Höchstleistungen”, lobte RWE-Vorstand Matthias Hartung am Montag seine Mannschaft.

Die Wasserversorgung der Haushalte in der Region war trotz arktischer Verhältnisse gesichert. Einige Wasseruhren waren, wie berichtet, geplatzt. Probleme drohen unter Umständen allerdings erst jetzt. Zwar liegen die Wasserrohre meist frostsicher mindestens einen Meter tief in der Erde, doch durch den Dauerfrost hat sich eine hohe Spannung in der Erde aufgebaut, die sich jetzt, bei Tauwetter entlädt und die Leitungen in der Erde auf eine hohe Belastungsprobe stellt.

„Wir haben viel in unser Leitungsnetz investiert. Doch derzeit befinden wir uns in einer außergewöhnlichen Situation”, will Jürgen Schulz von den Dürener Stadtwerken nicht ausschließen, dass die Reparaturtrupps in den kommenden Tagen öfter ausrücken müssen.

Asphalt bekommt Risse

„Wir erwarten umfangreiche Schäden an unseren Straßen”, sind für den Dürener Tiefbauamtsleiter Heiner Wingels die Folgen der langen Frostperiode nach erster Prüfung einiger Straßenbeläge schon klar. Das eingedrungene Eiswasser hat an zahlreichen Straßen in der Stadt die Deckschicht aufplatzen lassen. Betroffen sind vor allem Hauptverkehrsachsen, die zusätzlich durch schwere Lkw belastet werden. Das Kanalsystem, so Wingels, sei hingegen weniger geschädigt worden.

Froh über die lange Frostperiode sind die Landwirte. „Viele Schädlinge im Boden sind jetzt abgestorben”, sagt Ulrich Thimmer von der Landwirtschaftskammer Düren. Der Frost sorge zudem dafür, dass der Boden im Frühjahr lockerer sei. Zugleich habe die geschlossene Schneedecke die ausgebrachten Wintersaaten geschützt.
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