Düren - Fröhliche Menschen feiern Jazz

Fröhliche Menschen feiern Jazz

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Ausnahmetrompeter Roy Hargrove sorgte mit seiner Band in der Christuskirche am Abend für einen fantastischen Abschluss der 20. Dürener Jazztage.

Düren. Am Ende hat er alle wieder versöhnt. Vergessen waren ein total verregneter Sonntag und zwei abgesagte Konzerte, am Ende der Dürener Jazztage gab es in der Christuskirche mit dem Ausnahmetrompeter Roy Hargrove und seinem Quintett Jazz in seiner Urform und Jazz vom Allerfeinsten.

Und die Jazztage an der Rur fanden damit einen mehr als würdevollen Abschluss. Zum Glück, denn immerhin feierten sie ja in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag.

„Mit Roy Hargrove”, freute sich Henner Schmidt, der unter anderem dafür gesorgt hatte, dass der zweifache Grammy-Preisträger und Jazz-Echo-Gewinner in Düren aufgetreten ist, „spielen wir heute Abend Champions-League.” Schmidt hatt Recht.

In der voll besetzen Christuskirche begeisterte ein bestens gelaunter Hargrove mit klassischem Jazz, aber auch kleinen Ausflügen in die Funkmusik und kubanische Klänge - technisch immer perfekt und mit einer unglaublichen Musikalität.

Begonnen hatte der Sonntag mit drei Jazzmatinees in der Innenstadt und im Krankenhaus Düren. Hier begeisterte Sängerin Jutta Koch mit ihrer Band, zum Glück hatte Krankenhaus-Chef Uwe Stelling kurzfristig das Konzert in die Eingangshalle der Klinik verlegt.

Die beiden großen Sonntags-Konzerte auf der Hauptbühne am Kaiserplatz mussten nämlich wegen des Dauerregens kurzfristig abgesagt werden, der aus Düren stammende Percussionist Roland Peil konnte nicht auftreten - weder mit der Big Band des Gymansiums am Wirteltor noch mit der Formation „Truth”.

„Die Instrumente”, so Rolf Delhougne vom Jazzclub, „wären nass geworden, obwohl die Bühne überdacht ist. Das geht einfach nicht. Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir können nur froh sein, dass wir die Jazzparade abgesagt haben.”

Am Samstag dagegen war das Wetter mehr als günstig, es war trocken und warm, so dass Stadtwerke-Abend und Kneipentour eine rundum gelungene Sache waren. Und eine, bei der man einfach mittanzen musste.

Auf der Hauptbühne vor dem Rathaus spielten zuerst die „Boogie Wonder Stars”, die als Coverband die Hits von „Earth, Wind and Fire zum Besten gaben, anschließend sorgten die „Brooklyn Funk Essentials” mit heißen Rhythmen, viel Funk und einer mitreißenden Bühnenshow für jede Menge Begeisterung. Da gab es kaum einen Jazzfan auf dem Kaiserplatz, der noch ruhig da stand. Selbst Tanzmuffel wurden dabei beobachtet, wie sie verstohlen mit den Beinen wippten.

Allerdings war die Stadt bei weitem nicht so voll wie bei vergangenen Jahren. „Wir haben in diesem Jahr”, so Niko Bellgardt vom Dürener Jazzclub, „das populärste Programm seit langem. Und wir haben auch eine gute Mischung zusammen gestellt. Und die Leute, die zu den Konzerten gekommen sind, waren auch sehr begeistert. Es ist schade, dass wir nicht mehr Besucher hatten.”

Bei der Kneipentour brummte die Stadt, in 14 Gaststätten in der Innenstadt gab es Programm. Und überall swingten und groovten fröhliche Menschen zu guter Musik. Sie feierten einfach. So wie es sich bei Jubiläumsjazztagen gehört!
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